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Marktkommentar: Chris Iggo (AXA IM): Zugpferd US-Wirtschaft
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Marktkommentar Chris Iggo (AXA IM): Zugpferd US-Wirtschaft

Gastautor: Asset Standard
23.03.2021, 14:15  |  140   |   |   

Eine wachsende US-Wirtschaft dürfte sich auch positiv auf die Schwellenländer auswirken.

23.03.2021 - Aktien schneiden derzeit besser ab als Anleihen, die Renditen steigen und die US-Zinskurve wird steiler. Die Fed leiste gute Arbeit bei der Verankerung der kurzfristigen Zinserwartungen, auch wenn sich am längeren Ende der Kurve weiterhin der Reflationsboom zeige, meint Chris Iggo, AXA IM CIO Core Investments. Dennoch sei der Anstieg der Renditen wahrscheinlich noch nicht vorbei. Im Folgenden analysiert Chris Iggo, welche Anleihen aktuell attraktiv sind und, warum Anleger Wachstumswerte nicht aufgeben sollten. Der Experte erläutert, warum Anleger die aktuellen Aktienkursanpassungen vielmehr als Schub für die erwarteten Erträge verstehen sollten.

Potential bei festverzinslichen Anleihen in US-Dollar

„Die Märkte versuchen der Realität zuvorzukommen. Das erklärt die steigenden Aktienmärkte seit letztem März. Stützungsmaßnahmen und der Glaube an den Impfstoff waren 2020 die Markttreiber. Die aktuellen Bewegungen am Markt beziehen sich jedoch bereits auf die nächste Stufe des Marktzyklus, eine höhere Inflation und eine straffere Geldpolitik. Die US-Verbraucherpreisinflation lag im Februar bei 1,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Folgt der Anstieg des Verbraucherpreisindex dem Muster der letzten zwanzig Jahre, dürfte die Gesamtinflationsrate damit im zweiten Quartal bereits durchschnittlich über 3 Prozent notieren. Ein monatlicher Inflationsanstieg bis Ende 2021 um das 1,5-fache des historischen durchschnittlichen Wertes, dürfte die Inflation für 2021 und 2022 auf über 3 Prozent wachsen lassen. Dieses Szenario sehe ich allerdings als unwahrscheinlich an, da derzeit kein überzeugendes Argument dafürspricht, dass wir in ein neues Inflationsregime eintreten werden. Eine Rückkehr zu einem monatlichen Inflationsanstieg vergleichbar mit den letzten Jahren scheint mir aktuell realistisch. Damit würde sich die Inflation bis 2022 erneut den 2 Prozent annähern. Es ist jedoch zu erwarten, dass der FED dieses Inflationsszenario nicht ausreichen wird. Einer erfolgreichen Feinadjustierung durch die FED stehen die Marktteilnehmer jedoch weitestgehend kritisch gegenüber. Folglich bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen sich für die Märkte am Ende ableiten.“ 

US-Wirtschaft beeinflusst Schwellenländer

„Der Anlegerfokus liegt heute überwiegend auf US-Dollar lautenden Anleihen. Die Renditen 10-jähriger Benchmark-Staatsanleihen in Europa sind weniger stark angestiegen, und in vielen Märkten, wie auch in Deutschland und Frankreich, sind die Renditen weiterhin negativ. Ertragschancen zeigen sich dagegen bei auf US-Dollar lautenden asiatischen Anleihen, ebenso wie bei auf US-Dollar lautenden Schwellenländeranleihen. Die Rendite eines weithin beachteten Schwellenländer-Schuldenindex liegt derzeit bei 5,2 Prozent. Eine wachsende US-Wirtschaft dürfte sich auch positiv auf die Schwellenländer auswirken. Dabei sollten Investoren allerdings potenziell steigende US-Zinsen im Blick behalten. Diese könnten den US-Dollar stärken und eine anziehende Inflation würde auch die Volkswirtschaften der Schwellenländer beeinträchtigen.“

Value versus Growth

„Spannend ist am Aktienmarkt derzeit auch das Verhältnis zwischen Wert (Value) und Wachstum (Growth). Der Value-Markt schneidet in einem Umfeld steigender Zinsen generell besser ab als der Growth-Markt. Value-Unternehmen wie Finanzwerte, die eher zyklisch sind, profitieren von den steigenden Zinsen. Kurzfristig wird das Gewinnwachstum stark sein, was durch die immer noch niedrigen kurzfristigen Zinssätze abgezinst wird. Wachstumswerte mit Gewinnen in der Zukunft leiden darunter, dass die Gewinne durch höhere langfristige Zinsen diskontiert werden. Und diese Entwicklung dürfte sich weiter fortsetzen. Für den Hersteller des beliebtesten Mobiltelefons der Welt, wird ein langfristiges Gewinnwachstum von 9,5 Prozent erwartet. Wir sehen hier weiterhin viel Potential für das Portfolio. Die aktuellen Kursanpassungen betrachten wir mehr als Schub für die längerfristig erwarteten Erträge.“


Die ausführliche und aktuelle Markteinschätzung „Stronger, faster, louder“ von Chris Iggo, AXA IM CIO Core Investments, finden Sie in englischer Sprache hier.


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