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Welche Aktien langfristig vom Suezkanal-Desaster profitieren: 3 Ideen

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
30.03.2021, 10:08  |  924   |   |   

Am Montag kam endlich die erlösende Meldung: Der Containerriese „Ever Given“ schwimmt wieder, der Stau im Suezkanal kann sich auflösen. Damit wird die für den Welthandel so wichtige Verbindung wieder ihre Funktion erfüllen. Dennoch stellt es ein weiteres Alarmzeichen dar, dass sich etwas ändern muss.

Die Liste der Störungen der Lieferketten ist lang

Dass ein gigantisches Containerschiff so quer im Suezkanal stehen kann, erscheint schon außergewöhnlich. Störungen der Lieferketten sind hingegen fast die Regel. Vor diesem aufsehenerregenden Ereignis waren es Piraten, die die an Seeverkehr reiche Region am Horn von Afrika unsicher machten. Konflikte zwischen den Lokalmächten im arabisch-persischen Raum sorgen ebenfalls immer wieder für Schwierigkeiten im Welthandel.

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Selbst bei uns machen zunehmende Dürreperioden der Binnenschifffahrt immer mehr zu schaffen. Und Coronaviren legen den Flugverkehr lahm. Hinzu kommen Dinge wie der Brexit und die Machtspielchen der USA und Chinas, die Importeure und Exporteure ständig vor neue Herausforderung stellen. DHL nennt in einem aktuellen Report noch weitere Risiken, darunter gehäufte Cyberattacken auf Logistiker.

Globale Wertschöpfungsketten zu organisieren und aufrechtzuerhalten scheint immer aufwendiger zu werden. Daraus ergeben sich verschiedene Folgen, von denen wir als Anleger profitieren könnten.

Folge Nr. 1: Die Logistik verändert sich

Es heißt ja, dass man an den Herausforderungen wächst und der Suezkanal ist neu eine von vielen. Von daher könnte es sein, dass zwar der Welthandel insgesamt unter den Einbußen leidet. Doch für die stärksten Spieler ergeben sich auch Chancen. Wer jetzt über Systeme, Netzwerke und Know-how verfügt, um Warenströme flexibel zu steuern, der wird Marktanteile gewinnen, während schwächere Konkurrenten zurückfallen.

Ich denke dabei an Logistik-Champions wie die Deutsche Post (WKN: 555200) oder Maersk (WKN: 861837), deren Aktien sich über die letzten zwölf Monate fantastisch entwickelt haben. Sie haben es trotz der schwierigen Umstände geschafft, die dringend benötigten Materialien aus Asien nach Europa zu verfrachten. Und DHL ist auch an vorderster Front dabei, um Impfstoffe in alle Weltregionen zu fliegen.

Selbst wenn die Globalisierung der Fertigungsnetzwerke zurückgehen sollte, ergeben sich im Bereich der Kontraktlogistik und der Supplychain-Lösungen neue Chancen, um die Komplexität zu bewältigen und über eine effiziente lokale Lagerhaltung die Versorgung zu sichern.

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