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Großes Nachholpotential Comeback der Zykliker – „Old Economy“ wieder im Fokus der Anleger

21.04.2021, 16:50  |  19259   |   |   

Die Aussicht auf eine globale Konjunkturerholung rückt bewährte Unternehmen aus der „Old Economy“ in den Fokus der Anleger. Aktien von Marktführern und gut aufgestellten Konzernen haben beachtliches Nachholpotential.

In den vergangenen Jahren marschierten Technologiewerte schnurstracks nach oben. Besonders Giganten wie Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet (Google) und Facebook lieferten eine starke Performance ab. Zudem wurde der digitale Trend 2020 durch Covid-19 beschleunigt. Davon profitierten auch sogenannte Stay-at-Home-Aktien – von Liefer- bis zu Streamingdiensten.

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Aktuell ist jedoch an den Märkten von der „Rotation in zyklische Werte“ die Rede. Im Zuge der Hoffnung, die Pandemie erfolgreich zu bekämpfen, lautet das Motto: Raus aus den Technologie- und Wachstumswerten und rein in Aktien, die sich mit der Konjunktur nach oben bewegen. Wann sich genau die Wirtschaft erholt, ist zwar schwer prognostizierbar. Dass die Konjunktur wieder anzieht, scheint jedoch außer Frage zu stehen. „Die Zutaten für weiter stabile Aktienmärkte sind vorhanden. Mit Impffortschritten verringern sich die Corona-Risiken und vergrößern sich die Wirtschaftschancen“, sagt Robert Halver, Kapitalmarkt-Stratege bei der Baader Bank.

Für Anleger heißt das: Zyklische Branchen wie Automobile, Banken, Bau, Chemie, Industrie und Maschinenbau bergen jetzt erhebliches Aufwärtspotenzial. „Das dynamische Wachstum in Asien und Amerika kommt den Exportwerten Europas zugute“, unterstreicht Halver. Außerdem will US-Präsident Joe Biden mit einem exorbitanten Konjunkturpaket die marode Infrastruktur der USA wieder auf Vordermann bringen. In einer ersten von zwei Stufen sollen mit Infrastrukturinvestitionen in Höhe von 2,25 Billionen US-Dollar Straßen, Brücken, Wasserwege und Dämme bis 2030 runderneuert sowie die Zukunftsthemen Netzausbau und Klimawandel vorangetrieben werden.

Auf Gewinner des Konjunkturaufschwungs setzen

Ein Profiteur des amerikanischen Infrastrukturprogramms könnte beispielsweise der Essener Baukonzern Hochtief sein. Das MDAX-Unternehmen ist in den USA über die beiden US-Töchter Turner Construction und Flatiron Construction vertreten. Turner ist führend im gewerblichen Hochbau, Flatiron gehört zu den wichtigsten Anbietern im Verkehrswegebau. Der Bausektor ist derzeit an den Aktienmärkten durch coronabedingte Umsatzeinbußen günstig bewertet. Dies gilt auch für den Finanzsektor. Sollte die konjunkturelle Erholung eintreffen, sind wieder mehr Kreditfinanzierungen gefragt.

Mögliche Zinserhöhungen können zusätzlich das Geschäft der Geldinstitute beflügeln. Momentan stufen zum Beispiel viele Analysten Frankreichs größte Bank BNP Paribas mit „Kaufen“ ein. Gründe dafür sind eine solide Eigenkapitalrendite, hohe Erträge im Investmentbanking und Aktivitäten bei Fusionen und Übernahmen. Für den Zeitraum 2020 bis 2022 erwarten Experten ein durchschnittliches jährliches Gewinnwachstum von zehn Prozent. BNP Paribas profitiert zudem von staatlichen Finanzhilfen für die Wirtschaft, die dem Institut bei drohenden Kreditausfällen zugutekommen.

Fundamentale Investmentgründe überprüfen

Gleichwohl muss nicht jeder Verlierer der Pandemie ein künftiger Gewinner sein. So sind Aspekte wie nachhaltiges Wachstum, Marktführerschaft und profitables Geschäft wichtige fundamentale Kriterien, um in diesem und im nächsten Jahr zu den Top-Performern zu gehören. Ein Beispiel dafür ist BASF. Der weltgrößte Chemiekonzern ist mit sechs Geschäftsfeldern (Chemikalien, Kunststoffe, Veredelungsprodukte, Functional Solutions, Pflanzenschutz und Ernährung, Öl und Gas) für den Aufschwung gut aufgestellt.

Nach dem Verlustjahr 2020 trauen Experten dem DAX-Konzern einen kräftigen Gewinnsprung zu. Die anziehende Wirtschaft in China und Konjunkturprogramme können dem Titel deutlichen Auftrieb verleihen. So treiben steigende Öl- und Gaspreise das Geschäft der BASF-Tochter Wintershall DEA, die im Herbst an die Börse gehen soll.

Günstigen Einstiegsmoment nutzen

Fazit: Da an den Börsen die Zukunft gehandelt wird, reicht es nicht, sich auf bislang gut gelaufene Aktien wie zum Beispiel Technologiewerte zu beschränken. Profitable und gut aufgestellte zyklische Unternehmen dürften angesichts der sich aufhellenden Konjunkturaussichten wieder stärker in den Fokus vieler Anleger rücken. Deshalb könnte es eine gute Idee sein, sich entsprechende Titel, von deren Aufwärtspotential man überzeugt ist, schon jetzt ins Depot zu legen.

Gian Hessami (Gastautor)


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