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Düstere Wolken am Konjunkturhimmel +++ Bund-Future: Volltreffer!

Die Einkaufsmanagerdaten haben sich eingetrübt, das ifo Geschäftsklima ist sogar historisch eingebrochen. Und die Preise steigen im Rekordtempo. ...

Die Berenberg Bank stellte gestern ebenfalls fest, dass derzeit kein Tag vergeht, an dem die US-Notenbank (Fed) „durch eines ihrer Ratsmitglieder über die zahlreichen Möglichkeiten der Geldpolitikstraffung sprechen lässt“ (siehe dazu vorgestrige Börse-Intern). Konkret nennt die Bank Charles Evans, den Fed-Chef von Chicago, „der sagte, dass er eine aggressive Reduzierung der Bilanzsumme befürwortet und dass außerdem eine Reduzierung der Bilanzsumme gleichzeitig mit Zinserhöhungen durchgeführt werden kann“.

Preise steigen im Rekordtempo

Die Antwort auf die Frage, warum die Fed derzeit so drängelt, ist eindeutig: natürlich wegen der hohen Inflation. Und das Problem ist, dass der Preisdruck einfach nicht nachlassen will. Im Gegenteil: Zu den vorgestrigen Einkaufsmanagerdaten wird berichtet, dass die Unternehmen einen Rekordanstieg (!) bei den Preisen gemeldet haben. „Die Kosten und die Verkaufs- bzw. Angebotspreise für Güter und Dienstleistungen stiegen in noch nie dagewesenem Maße, da die Rohstoffpreise weiter in die Höhe schnellten und die Lieferverzögerungen so gravierend ausfielen wie zuletzt im November 2021“, berichtet S&P Global (ehemals IHS Markt). Der „Eurozone-Index Einkaufspreise“ liegt aktuell bei 81,6 Punkten, gegenüber 74,8 im Februar. Das bisherige Allzeithoch lag im November 2021 bei 76,0 Punkten. Für März wird daher noch einmal ein drastisch verstärkter Preisdruck signalisiert.

Passend dazu hatte schon am Montag das Statistische Bundesamt einen Anstieg der Erzeugerpreise in Deutschland um 25,9 % im Vergleich zum Vorjahr gemeldet – ein neuer Rekord!

Veränderung der Erzeugerpreise in Deutschland

Und darin sind die aktuellen Preisentwicklungen im Zusammenhang mit dem Angriff Russlands auf die Ukraine noch nicht einmal enthalten. Denn die aktuelle Erhebung der gewerblichen Erzeugerpreise ist zum Stichtag 15. Februar 2022 erfolgt.

Hohe Preise verringern die Nachfrage

Der Preisdruck ist inzwischen so hoch, dass er das Wachstum verlangsamt. Ich hatte vorgestern bereits berichtet, dass dies nur deshalb in den Einkaufsmanagerdaten jüngst nicht deutlicher sichtbar geworden ist, weil die Probleme durch Lockerung der Corona-Restriktionen überkompensiert wurden. Doch die Lockerungs-Effekte gelten als temporär. Die Lieferketten- und Preisproblematik wird hingegen noch eine Weile anhalten. Und damit wird sich das Wachstumstempo aller Wahrscheinlichkeit nach in den kommenden Monaten wieder abschwächen.

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Gastautor: Sven Weisenhaus
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