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ROUNDUP 2 Bayern will doppelt so viel erneuerbaren Strom bis 2030

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Mit einer Verdoppelung der Stromerzeugung aus Erneuerbaren bis 2030 will die bayerische Staatsregierung die Energieversorgung des Freistaates sicherer und verlässlicher machen. Das Kabinett beschloss am Dienstag ein Konzept, welches gleichermaßen auf den Ausbau in allen Bereichen setzt und auf einem Papier beruht, welches noch am Dienstag an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) geschickt werden sollte. "Jedes Fitzelchen" an Erneuerbaren solle genutzt werden, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) nach der Sitzung in München. Die Eckpunkte der neuen Energiestrategie:

WINDKRAFT: Die 10H-Mindestabstandsregel, die den zehnfachen Abstand der Windradhöhe zur nächsten Siedlung vorschreibt, soll bestehen bleiben, aber in großzügig gelockerter Form. Durch eine Verringerung des Mindestabstands auf 1000 Meter etwa in Gewerbegebieten, entlang von Autobahnen, auf Truppenübungsplätzen oder in Wäldern soll ein Zuwachs von mindestens 800 Windkraftanlagen zu den bestehenden gut 1100 ermöglicht werden. Dies bedeutete einen Zuwachs bei der installierten Leistung um ein Mehrfaches, weil modernere Anlagen leistungsfähiger sind, wie Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger vorrechnete.

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Insgesamt sollen dafür zwei Prozent von der Landesfläche als Vorranggebiete für Windräder ausgewiesenen werden. Bisher sind es nur 0,69 Prozent. "Ohne diese Steuerung, die wir über die 10H-Ausnahmeregelung machen, kann es passieren, dass es ein Hauen und Stechen um die besten Standorte gibt. Um jeden Meter wird gestritten", sagte Söder. Ansonsten werde es so viel Ärger und böses Blut geben, dass es der Energiewende schade.

Söder forderte Habeck auf, die Kompromisslösung zu akzeptieren. Andere mögliche Genehmigungsverfahren, etwa basierend auf der Bundesemissionsschutzverordnung, also entsprechend der Lärmbelastung der Windräder für direkte Anwohner, würden die Menschen verunsichern und langwierige Streitigkeiten provozieren, sagte Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler).

PHOTOVOLTAIK (PV): Die Stromerzeugung aus Solarenergie soll bis 2030 von heute 13 Terawattstunden (TWh) auf 40 TWh verdreifacht werden. Dafür sollen neben staatlichen Dächern etwa auch Parkplätze oder Autobahnen genutzt werden und neue Solarparks entstehen. Zudem soll es mehr sogenannte Agri-PV-Anlagen geben, darunter eine Modellanlage auf dem Gelände der Bayerischen Staatsgüter in Grub bei München und weitere auf Standorten in Niederbayern (Kringell), Schwaben (Neuhof), Unterfranken (Schwarzenau) und in der Oberpfalz (Almesbach). Agri-Photovoltaik bezeichnet ein Verfahren zur Nutzung von Flächen für die Landwirtschaft und die Stromproduktion.


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Nachrichtenagentur: dpa-AFX
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