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    AKTIE IM FOKUS  350  0 Kommentare Adidas-Anleger besorgt über Folgen der Trennung von US-Rapper

    FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Beendigung der Zusammenarbeit mit dem umstrittenen US-Rapper Kanye West hat die Leidenszeit der Anleger von Adidas verlängert. Die Papiere des Sportartikel- und Kleidungsherstellers waren am Dienstag zwischenzeitlich um fast 9 Prozent eingeknickt und damit bei 94,62 Euro auf den tiefsten Stand seit 2016 abgesackt. Zuletzt betrug das Minus noch 4,6 Prozent. Dies bedeutete den letzten Platz im deutschen Leitindex Dax , der zuletzt um 0,6 Prozent zulegte.

    Adidas beendete die Kooperation nach antisemitischen Äußerungen von Kanye West, auch bekannt als Ye. Nach eingehender Prüfung traf der Konzern die Entscheidung, die Partnerschaft mit dem Rapper mit sofortiger Wirkung zu stoppen, die Produktion von Produkten der Marke Yeezy einzustellen und alle Zahlungen an Ye und seine Unternehmen zu stoppen.

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    Die Zusammenarbeit mit Kanye West war für die Franken ein einträglicher Teil des Geschäfts, die Auflösung trifft Adidas wirtschaftlich empfindlich. Darauf wiesen auch Analysten hin. Die in diesem Zusammenhang unter dem Namen Yeezy erzielten Umsätze von Adidas beliefen sich auf geschätzte 1,7 bis 1,8 Milliarden Euro, schrieb etwa der Fachmann Piral Dadhania von der kanadischen Bank RBC. Im Schlussquartal 2022 dürfte ein Umsatzanteil von etwa 600 Millionen Euro wegfallen.

    Adidas geht eigenen Aussagen nach davon aus, dass die Trennung von Ye den Nettogewinn im laufenden Jahr mit bis zu 250 Millionen Euro belasten wird. Dies unterstreiche die bemerkenswerte Marge, die der Sportartikelhersteller bislang mit der entsprechenden Marke verdient habe, schrieb der Fachmann James Grzinic vom Analysehaus Jefferies. Nun sei die Kernrentabilität stark beeinträchtigt.

    In der aktuellen kritischen Debatte über die Adidas-Aktien werde es jetzt auch darum gehen, wie der Konzern die entstandene Lücke verkleinern könne, fuhr Grzinic fort. Denn über Adidas brauen sich bereits immer dunklere Wolken zusammen. Erst am Donnerstag hatte der Konzern wegen teils hausgemachter Probleme in China, einer schleppenden Nachfrage in vielen Ländern und steigender Kosten seine Geschäftsprognose für 2022 bereits zum dritten Mal gesenkt.

    Seit Jahresbeginn gerechnet haben die Anteilscheine von Adidas 61 Prozent eingebüßt. Im Dax verzeichnet in diesem Zeitraum derzeit nur der Online-Händler Zalando höhere Verluste.

    Angesichts des monatelangen Kursrutsches ist auch das charttechnische Bild der Adidas-Aktien eingetrübt. Zwischen Ende August und Mitte Oktober hatte sich der Kurs zumindest noch in Sichtweite der 21-Tage-Durchschnittslinie bewegt, die den kurzfristigen Trend beschreibt. Doch mit dem Rücksetzer am Dienstag liegt nun auch diese Kurve in recht weiter Entfernung./la/bek/he

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