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    Gemeinsame Pressemitteilung  109  0 Kommentare Bauhauptgewerbe - Arbeitgeber-Tarifgemeinschaft stimmt dem Einigungsvorschlag zu

    Berlin (ots) - Die Tarifgemeinschaft der Arbeitgeber (Hauptverband der Deutschen
    Bauindustrie und Zentralverband Deutsches Baugewerbe) hat dem Einigungsvorschlag
    für die aktuelle Lohn- und Gehaltstarifrunde zugestimmt. Die Abstimmung in den
    Gremien beider Arbeitgeberverbände erfolgte mit deutlicher Mehrheit für den Ende
    Mai erarbeiteten Vorschlag. Nachdem die Bundestarifkommission der
    Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) der Einigung bereits
    zugestimmt hatte, ist nun der Tarifkonflikt im Bauhauptgewerbe beendet.

    Uwe Nostitz, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite und Vizepräsident
    Zentralverband Deutsches Baugewerbe , betonte, dass mit dem Tarifabschluss
    deutliche Verbesserungen erzielt werden konnten: "Positiv ist vor allem, dass
    die Unternehmen nun für eine lange Zeitspanne im Bereich der Löhne und Gehälter
    wieder Planungs- und Kalkulationssicherheit haben. Das ist auch mit Blick auf
    den hohen Bedarf an Bauleistungen in Deutschland und die schwierige Auftragslage
    unserer Wohnungsbauunternehmen wichtig. Gut, dass wir die Reihen wieder
    schließen konnten. Jetzt können sich endlich wieder alle auf das Bauen
    konzentrieren - dafür brauchen wir aber auch mehr Aufträge."

    Jutta Beeke, alternierende Vorsitzende der Verhandlungskommission der
    Arbeitgeber und Vizepräsidentin des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie
    unterstrich: "Wir haben für dieses Ergebnis geworben und ich bin sehr froh, dass
    wir eine Mehrheit für die Einigung gefunden haben. In diesen virulenten Zeiten
    wäre ein erneuter Arbeitskampf Gift für die Bauwirtschaft und damit auch für die
    Wirtschaft allgemein gewesen. Darüber hinaus ist jeder Streik ein schlechtes
    Signal für unsere Fachkräfte, die wir so dringend benötigen und unter allen
    Umständen halten möchten. Mit der Anhebung der Ausbildungsvergütung und der
    Ost-West-Angleichung, die jetzt schneller kommt als geplant, zeigen wir unseren
    Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Respekt, Anerkennung und Wertschätzung."

    Die Kernpunkte der Einigung im Überblick

    - Die Laufzeit beträgt drei Jahre ab dem 1. April 2024.
    - Innerhalb der Laufzeit erfolgt eine dreistufige Lohn- und Gehaltserhöhung:

    In der ersten Stufe werden die Löhne und Gehälter mit Ausnahme der Lohngruppe 1
    (Ost und West) ab dem 1. Mai 2024 um 1,2 % im Westen und um 2,2 % im Osten
    angehoben. Die Lohngruppe 1 wird bundeseinheitlich um 2,2 % erhöht. Alle Lohn-
    und Gehaltsgruppen erhalten zusätzlich einen tabellenwirksamen Festbetrag von
    230 Euro monatlich.

    Ab dem 1. April 2025 erfolgt in der zweiten Stufe eine weitere prozentuale
    Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,2 % im Westen und 5,0 % im Osten. In der 1.
    Lohngruppe erfolgt die Erhöhung bundeseinheitlich in Höhe von 5,0 %.

    Die dritte Stufe sieht ab dem 1. April 2026 eine Erhöhung aller Lohn- und
    Gehaltsgruppen um 3,9 % im Westen und die Anhebung der Löhne und Gehälter im
    Osten auf das Niveau des Tarifgebietes West vor. Damit wird die
    Ost-West-Angleichung vollzogen.

    - Die Vergütung für das erste Ausbildungsjahr wird für alle Ausbildungsberufe
    bundeseinheitlich ab dem 1. Mai 2024 auf 1.080 Euro erhöht. Für die weiteren
    Ausbildungsjahre sind ebenfalls Erhöhungen vorgesehen. Außerdem wird eine
    stärkere Annäherung der Ausbildungsvergütung der technisch-kaufmännischen
    Ausbildungen an die der gewerblichen Ausbildungen erfolgen. Zum 1. April 2026
    werden die Ausbildungsvergütungen im Westen erneut um 3,9 % angehoben und die
    Ost-West-Angleichung vollzogen.

    V.i.S.d.P.: Iris Rabe, Zentralverband Deutsches Baugewerbe e.V., Kronenstraße 55
    - 58, 10117 Berlin; Telefon 030 20314-408, mailto:presse@zdb.de ,
    http://www.zdb.de

    Britta Frischemeyer, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V.,
    Kurfürstenstraße 129, 10758 Berlin; Telefon 030 21286-229,
    mailto:britta.frischemeyer@bauindustrie.de , http://www.bauindustrie.de

    Pressekontakt:

    Iris Rabe
    Leiterin Abteilung Kommunikation und Presse
    Zentralverband Deutsches Baugewerbe
    Kronenstr. 55-58
    10117 Berlin
    Telefon 030-20314-409, Fax 030-20314-420
    eMail mailto:rabe@zdb.de

    Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/33001/5801662
    OTS: ZDB Zentralverband Dt. Baugewerbe



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