Kurs bricht ein
Clariant senkt Umsatzprognose nach Preisrückgängen
Der Spezialchemiekonzern Clariant leidet unter schwachen Preisen, die dem Unternehmen die Quartalszahlen verhagelt haben. Auch die Zukunft sieht trübe aus.
- Clariant steigert Profitabilität trotz Umsatzstagnation.
- EBITDA-Marge 2024 auf 16% angehoben, optimistisch.
- Umsatzrückgang um 3% im Q2, Effizienz hilft weiter.
- Report: Goldpreis nicht zu stoppen

Der Schweizer Spezialchemiekonzern Clariant hat seine Margenprognose für das Geschäftsjahr 2024 angehoben, trotz Gewinnrückgang und trübem Umsatzausblick. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, erzielte es im zweiten Quartal einen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen von 166 Millionen Schweizer Franken, verglichen mit 175 Millionen Schweizer Franken vor einem Jahr. Die Ebitda-Marge sank von 16,1 Prozent auf 15,7 Prozent, nachdem die Preise im Quartal um 3 Prozent gesunken seien.
Der Umsatz betrug 1,06 Milliarden Schweizer Franken, was einem Rückgang von 3 Prozent sowohl auf berichteter Basis als auch in lokalen Währungen entspricht, da das Wachstum in den Geschäftsbereichen Care Chemicals sowie Adsorbentien und Additive durch einen Rückgang im Bereich Catalysts ausgeglichen wurde.
Clariant geht davon aus, dass sich die Inflation in diesem Jahr abschwächen wird, rechnet aber nicht mit einer deutlichen Erholung der Wirtschaft. Das Unternehmen erwartet nun für das laufende Jahr ein Umsatzwachstum in Lokalwährungen im niedrigen einstelligen Prozentbereich, verglichen mit einem Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich im Vorjahr.
Der Aktienkurs von Clariant sackte im Handel in Zürich um 5,9 Prozent ab auf 13,66 Franken. Seit Jahresbeginn haben die Titel damit noch 12 Prozent gewonnen. Zum Vergleich: Für den für den Branchenführer BASF ging es in dem Zeitraum um mehr als 12 Prozent abwärts.
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Für 2024 erwartet Clariant eine EBITDA-Marge von rund 16 Prozent, was eine Steigerung von einem Prozentpunkt gegenüber den ursprünglichen Erwartungen darstellt. Dieser optimistische Ausblick basiert auf den Ergebnissen des ersten Halbjahres, in dem eine EBITDA-Marge von 16,4 Prozent erzielt wurde. Für das kommende Jahr bleibt das Unternehmen optimistisch und erwartet eine weitere Verbesserung der EBITDA-Marge auf 17 bis 18 Prozent.
CEO Conrad Keijzer erklärte, dass trotz der positiven Entwicklungen im ersten Halbjahr keine breite Markterholung für die zweite Jahreshälfte erwartet wird. Die anhaltenden makroökonomischen Unsicherheiten und eine nachlassende Nachfrage in Schlüsselmärkten könnten weiterhin Druck auf das Geschäft ausüben.
Autor: Ingo Kolf, wallstreetONLINE Redaktion

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