Skepsis gegenüber EU AI Act
Deutsche Unternehmen sehen in neuer Regulierung ein Hindernis für die KI-Entwicklung
München (ots) -
- Fast die Hälfte der befragten Unternehmen hat sich noch nicht intensiv auf die
Umsetzung des EU AI Act vorbereitet; nur gut ein Viertel hat das Thema bereits
auf dem Zettel.
- Rund ein Drittel der Teilnehmenden sieht sich trotzdem gut gewappnet, die
Vorgaben des AI Act umzusetzen; knapp ein Fünftel fühlt sich schlecht
vorbereitet.
- Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen sieht ihre
Innovationsmöglichkeit im Bereich KI durch die Regulierung eingeschränkt;
weniger als ein Fünftel denkt, dass sich der AI Act positiv auf die
Innovationsmöglichkeiten auswirken wird.
Der EU AI Act ist seit Anfang August offiziell in Kraft und muss nun in den
EU-Mitgliedsländern umgesetzt werden. Doch wie bereit sind deutsche Firmen für
die neue KI-Regulierung? Verschlafen sie gerade einen wichtigen Schritt auf dem
Weg in die KI-Zukunft? Wird der neue EU AI Act gar die KI-Entwicklung in Europa
behindern?
- Fast die Hälfte der befragten Unternehmen hat sich noch nicht intensiv auf die
Umsetzung des EU AI Act vorbereitet; nur gut ein Viertel hat das Thema bereits
auf dem Zettel.
- Rund ein Drittel der Teilnehmenden sieht sich trotzdem gut gewappnet, die
Vorgaben des AI Act umzusetzen; knapp ein Fünftel fühlt sich schlecht
vorbereitet.
- Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen sieht ihre
Innovationsmöglichkeit im Bereich KI durch die Regulierung eingeschränkt;
weniger als ein Fünftel denkt, dass sich der AI Act positiv auf die
Innovationsmöglichkeiten auswirken wird.
Der EU AI Act ist seit Anfang August offiziell in Kraft und muss nun in den
EU-Mitgliedsländern umgesetzt werden. Doch wie bereit sind deutsche Firmen für
die neue KI-Regulierung? Verschlafen sie gerade einen wichtigen Schritt auf dem
Weg in die KI-Zukunft? Wird der neue EU AI Act gar die KI-Entwicklung in Europa
behindern?
Eine aktuelle Befragung von Deloitte unter 500 Manager:innen, die sich in den
Unternehmen mit dem Thema beschäftigen, zeigt eine deutliche Verunsicherung bei
der Einschätzung der neuen Verordnung. Viele Unternehmen sind sich der konkreten
Auswirkungen noch nicht bewusst und haben keine klare Vorstellung, wie sie mit
den Vorgaben umgehen sollen. Die Skepsis überwiegt, nur eine Minderheit der
Unternehmen beschäftigt sich schon intensiv mit der neuen Gesetzeslage.
Mit der Ratifizierung des EU AI Act hat sich die Lage für europäische Firmen
grundlegend geändert: Die regulatorischen Vorgaben sind für alle EU-Länder
verpflichtend und müssen zumeist in den kommenden zwei Jahren umgesetzt werden.
Mit einem Aufschub der Anforderungen oder Strafverschonung bei Verstößen können
weder europäische Unternehmen noch die Anbieter von außerhalb der EU rechnen,
sobald ihre KI-Anwendungen im EU-Territorium eingesetzt werden.
"Zögern in der Auseinandersetzung mit dem EU AI Act ist gefährlich", sagt Dr.
Till Contzen, Partner im Tax- und Legal-Bereich bei Deloitte. "Die Umsetzung der
Anforderungen wird je nach Umfang der KI-Nutzung in einem Unternehmen einen
erheblichen Aufwand mit sich bringen - zumal viele Organisationen nicht einmal
wissen, wieviel KI sie genau nutzen."
Es drohe eine Situation vergleichbar mit der Umsetzung der DSGVO, als die
Unternehmen im Mai 2018 vor einer riesigen Aufgabe standen, da sie die zwei
Jahre Übergangsfrist kaum genutzt hatten.
Bei Nichteinhaltung drohen harte Strafen
Fraglich aber, ob vergleichbare Versäumnisse der Firmen beim EU AI Act vor dem
Hintergrund der rasanten Entwicklung der KI-Technologien von den
Unternehmen mit dem Thema beschäftigen, zeigt eine deutliche Verunsicherung bei
der Einschätzung der neuen Verordnung. Viele Unternehmen sind sich der konkreten
Auswirkungen noch nicht bewusst und haben keine klare Vorstellung, wie sie mit
den Vorgaben umgehen sollen. Die Skepsis überwiegt, nur eine Minderheit der
Unternehmen beschäftigt sich schon intensiv mit der neuen Gesetzeslage.
Mit der Ratifizierung des EU AI Act hat sich die Lage für europäische Firmen
grundlegend geändert: Die regulatorischen Vorgaben sind für alle EU-Länder
verpflichtend und müssen zumeist in den kommenden zwei Jahren umgesetzt werden.
Mit einem Aufschub der Anforderungen oder Strafverschonung bei Verstößen können
weder europäische Unternehmen noch die Anbieter von außerhalb der EU rechnen,
sobald ihre KI-Anwendungen im EU-Territorium eingesetzt werden.
"Zögern in der Auseinandersetzung mit dem EU AI Act ist gefährlich", sagt Dr.
Till Contzen, Partner im Tax- und Legal-Bereich bei Deloitte. "Die Umsetzung der
Anforderungen wird je nach Umfang der KI-Nutzung in einem Unternehmen einen
erheblichen Aufwand mit sich bringen - zumal viele Organisationen nicht einmal
wissen, wieviel KI sie genau nutzen."
Es drohe eine Situation vergleichbar mit der Umsetzung der DSGVO, als die
Unternehmen im Mai 2018 vor einer riesigen Aufgabe standen, da sie die zwei
Jahre Übergangsfrist kaum genutzt hatten.
Bei Nichteinhaltung drohen harte Strafen
Fraglich aber, ob vergleichbare Versäumnisse der Firmen beim EU AI Act vor dem
Hintergrund der rasanten Entwicklung der KI-Technologien von den
Verfasst von news aktuell