DAX-1,93 % EUR/USD-0,20 % Gold+0,18 % Öl (Brent)-1,39 %

ROT dominiert wieder

Gastautor: Andreas Mueller
02.10.2009, 20:05  |  2738   |   |   
Die roten Zahlen auf der Kurstafel konnten an den asiatischen Börsen am letzten Handelstag nicht versteckt werden. In Hongkong verlor der Hang Seng 2,8 Prozent und in Tokio der Nikkei ähnlich stark 2,5 Prozent.

Entsprechend schwächer eröffnete der Deutsche Aktienindex unter dem Vortagesschluss mit einem kleinen GAP. Zwischen dieser Marke und 5.500 Punkten pendelte er bis zum Nachmittag impulslos innerhalb einer engen Seitwärtsrange. Die obere Begrenzung zeigte sich bereits bei 5.536 Punkten (der GAP-Kante) parallel zu den um 11.00 Uhr veröffentlichten Eu-Erzeugerpreisen, welche um 0,4 Prozent gestiegen waren (Vormonat minus 0,7 Prozent).

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Erst zum mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht um 14.30 Uhr kam erneute Volatilität in die Märkte. Dieser fiel mit 9,8 Prozent zwar im Rahmen der Erwartungen aus, der Abbau der Beschäftigten und die durchschnittlichen Wochenstunden lagen jedoch höher als erwartet. In einer ersten panischen Reaktion stürzte der DAX in Folge dieser Daten auf 5.442 Punkte ab.

Mit Eröffnung der US-Börsen stabilisierte sich die Situation etwas. Die US-Industrieaufträge um 16.00 Uhr fielen um 0,8 Prozent nach einem Rückgang von 1,7 Prozent im Vormonat. Aus diesem Mix an Konjunkturdaten generierten die Märkte für den Rest der Handels-Session keine weiteren Impulse. So beendete der XETRA-DAX seine Woche im roten Bereich bei 5.467 Punkten.

Lang gehofft und dann doch gebrochen

Den Reigen an Trading-Chancen eröffnete HerrKoerper mit seiner „Euroanalyse: Runner mit dem Dreck!“. Bedeutend emotionsloser und sogar mit Chart zeigte wenig später BerlinerJung einige Sell-Divergenzen im DAX-Tageschart auf. Ungeachtet dessen musste andimaus als erste Transaktion einen Long-Versuch um 8.03 Uhr zu 5.515 Punkten starten, welche sich später als Nullsummenspiel heraus stellte. Dies geschah zwar vor der offiziellen Buffeteröffnung, aber Krokoline hatte dafür auch nur Vertretungsdienst.

In Auswertung der Nacht-Positionierungen entstanden bei Harry72 kleine Ausstopper im Gewinn und für zooropa gab es „Balsam für das Depot“, schließlich entwickelten sich seine Short-Positionen „langsam in die Richtung wo es Spaß macht“.

Nachdem auch für areichel ein neues Spiel entdeckt wurde, stellte JoeMo gewohnt sachlich einige Trading-Setups für die Währungsmärkte vor. Dabei blieb im AUD/USD sogar ein Gewinn von 132 pips hängen. Parallel dazu drehte mopas seine Short-Position im EUR/USD auf Long und traf damit in der Nachbetrachtung einen sehr guten Wendepunkt.

Als neuer Diskussionsteilnehmer war NVR zu begrüßen, welcher vorrangig auf den DAX in größeren Zeiteinheiten seine Charts abstimmte und kommunizierte. Am Ende gab er sich jedoch mit wenigen Punkten zufrieden, diese aber nach Plan. Man darf gespannt sein wie er sich „einlebt“.

Ebenfalls an seinen Plan hielt sich medianer70 und stellte über den Tag verteilt immer wieder „die aktuellen Positionen gemäß der morgendlichen Kolumne“ vor. Somit kann jeder nachvollziehen, wie man mit Disziplin ans Ziel kommt.

„Auf der richtigen Seite“ waren zu den Nachmittagszahlen neben mario1106 eine Menge weiterer Diskussionsteilnehmer. Diese Short-Gewinne waren für einige auch bitter nötig; zu lange wurde darauf vergebens gewartet und geschimpft.

Ganz ohne Schimpfen kam Standuhr aus, der einen sehr großen Gewinn vermeldete und einen besonderen Punkt in seiner Trading-Laufbahn erreichte. An dieser Stelle noch einmal meine Glückwünsche!
Einen Schlag vom Markt zurück an die Trader gab es jedoch später im EUR/USD, welcher dynamisch durch die 1,4600 marschierte und einige Stopps auslöste. Zur Aufmunterung aller und auch meiner Person sei gesagt: Mal verliert man – mal gewinnen die Anderen :-)

Ausblick

Ob man es Gewinnmitnahmen zum Wochenende nennt oder Angst vor der Konjunkturlage auf Grund schlechter werdender Wirtschaftsdaten ist dem Kontostand egal. Fakt war: die Aktiekurse purzelten am heutigen Tag und jede Erholung scheint nur temporärer Natur zu sein. Ein Gegenhalten bei solcher Dynamik ist immer gefährlich und sollte mit dem nötigen Risikomanagement bestückt sein.

Für die folgende Woche werden weitere Einkaufsmanager aus der Eurozone am Montagvormittag, der US-ISM-Dienstleistungsindex für August am Nachmittag und im weiteren Wochenverlauf das EU-Bruttoinlandsprodukt sowie der EZB-Zinsentscheid erwartet.

Rundum Spannung, ein wenig Spaß und natürlich jede Menge Trading-Chancen gilt es dabei auszuwerten. Ich erwarte euch an gewohnter Stelle und wünsche bis dahin viel Erfolg und die nötige Wochenenderholung.

Euer Bernie

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