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Flüchtlingskrise Wirtschaft distanziert sich von Merkel - "Sehr besorgt" über Flüchtlingspolitik

28.10.2015, 12:18  |  9620   |   |   

Angela Merkel allein auf weiter Flur: Immer mehr Parteikollegen wenden sich ab, fast täglich schickt CSU-Chef Seehofer neu Giftpfeile nach Berlin. Nun geht offenbar auch die Wirtschaft auf Distanz zur Bundeskanzlerin. Unterdessen will Österreich einen Zaun an der Grenze zu Slowenien errichten.

In der deutschen Wirtschaft wächst die Kritik an der Flüchtlingspolitik Kanzlerin. Das berichtet die Nachrichtenagentur dts unter Berufung auf Informationen der Wochenzeitung „Die Zeit“. Demnach berieten in der vergangenen Woche hochrangige Vertreter der wichtigsten Wirtschaftsverbände in Berlin in kleiner Runde über die Folgen der Flüchtlingskrise. Dabei hätten sich nach Angaben von Teilnehmern praktisch alle Anwesenden „sehr besorgt“ über den anhaltenden Flüchtlingsstrom geäußert. Vor allem der Mittelstand zeige sich zunehmend skeptisch.

„Die Vorstellung, dass die Flüchtlinge unser Fachkräfteproblem lösen, ist blauäugig“, sagte Michael Knipper, Chef des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie. Viele Flüchtlinge verfügten über eher niedrige Qualifikationen. Die Regierung müsse den „weiteren unkontrollierten Zustrom begrenzen“. Man wolle nicht als „Mahner“ auftreten, heißt es in einem großen Verband. Es mache sich aber zunehmend eine „kritische Grundstimmung“ breit. Ein anderer Verbandsvertreter fürchtet sogar, dass die Flüchtlingskrise zu einem „Investitionsrisiko“ für Deutschland werden könne – denn wer würde Geld in ein Land stecken, wenn dort die gesellschaftlichen Spannungen zunähmen. 

Um den Flüchtlingen den Zugang zum Arbeitsmarkt zu erleichtern, denke die Bundesregierung über eine Lockerung des Mindestlohns nach, heißt es (wallstreet:online berichtete). Denkbar seien etwa Ausnahmeregelungen für berufsorientierte Praktika. Auch über eine Erhöhung des Eintrittsalters werde diskutiert, ebenso über eine Wiedereinführung der Ich-AGs in Form von Zuschüssen für Arbeitslose, die sich selbstständig machen. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.

Österreich plant Grenzzaun zu Slowenien

Unterdessen sorgen Nachrichten aus Österreich für Aufsehen. Erst war von „baulichen Maßnahmen“ die Rede, dann von „technischen Sperren“, nun scheint klar: Österreich plant einen Zaun an der Grenze zu Slowenien.

Immer mehr Menschen versuchen über die serbische Grenze nach Österreich zu gelangen. Die Lage ist chaotisch und zwingt die Regierung in Wien zu einem drastischen Schritt. Um die Grenzübergänge besser in den Griff zu bekommen, plane Österreich entsprechende Sperren. Das kündigte die österreichische Innenministerin Johanna Mikl Leitner bereits am Dienstag an. Am Mittwoch sprach sie dann erstmals offiziell von einem „Zaun“. Es gehe allerdings nicht darum, die Grenzen „dichtzumachen“, betonte sie. Vielmehr wolle man einen „geordneten, kontrollierten Zugang“ schaffen, so die Innenministerin im Ö1-Morgenjournal.

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7 Kommentare

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Kommentare

Wenn die alte SED Schule ins Rennen geworfen wird, hätte das Merkel sich nie im Leben von den USA korrumpieren lassen :-)
Der Plan, D zu schwächen kann nicht neu sein - Kohl hat ihn ausgezeichnet begonnen (einig Europa, EURO etc. Blabla)
Jetzt muss wieder eine SPD Regierung her, damit die Gewerkschaften gefügig gemacht werden für die Aufweichung des Mindestlohn. Geht mit den Sozen doch viel einfacher. Am besten noch ein paar Grüne mit an die Macht und D zieht wieder ins Feld ...
Hoffentlich wird eine Partei stark, die die Sorgen des Alltags erkennt ... und damit sind wohl kaum die Linken gemeint.

Auch wenn es draußen kalt wird, so heiß war es in D lange nicht !
Fürchte, Sie hat entweder die Dimension dieser Krise noch nicht ganz gerafft oder sie führt Böses im Schilde.

Von allen Informationen kann die Dame nicht abgeschottet werden.
Hoffentlich geht es nur um Deutsches Unvermögen, nicht um eine gezielte Mission ihrerseits. An GG und fester Demokratie scheint sie jedenfalls weniger Interesse zu haben, kurzum, wer Gauweiler und andere Kritiker aus der Rechtsverdreherei in Grund und Boden fährt, muß starke Freunde bzw schwache Berater nutzen.

"Mission accomplished" Frau Undercover ? Sie vollendet Kohl`s Werk. Den Niedergang einer ehemals unabhängigen Natiopnalstaates mit einer festen geachteten Währung. Trau keinem aus der alten SED Schule.
Die Bewegung"Normalos für die Orbanisierung des Abendlandes",undramatisch abgekürzt als Zaunkönige,vermehrt sich im,in allen Belangen,gesetzesbrecherisch-flexibel-rechtlosen Europa heuschreckenartig!Der,noch vor,Gods-own-Country,würdigste Staatenverbund der Welt,kanzelt lediglich seit einiger Zeit jeden mit einer Meinung jenseits des Junckerschen Mainstreams total ab!Die EU-Kommission hat quasi die Demokratie in €uropa abgeschafft!Ist ja schliesslich auch nicht so nervig wie sich ständig mit dem eher politisch minderbemittelten "Souverän" zu beschäftigen!Ich,als solcher stimme dem sogar zu,schliesslich habe ich bei einem englischen Buchmacher(Ladbrokes) eine finanziell extrem lukrative Wette auf die Ablösung der "Kanzlerin aller Herzen"laufen!Putschst Sie weg,1000 für 1!

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