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Nachhaltige Fonds – Schwindel oder saubere Geldanlage? - Seite 2

Nachrichtenquelle: Benjamin Feingold
13.01.2016, 15:30  |  1490   |   |   

Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat vor wenigen Monaten den ökologischen Fußabdruck von herkömmlichen und grünen Fonds miteinander verglichen und kam zu dem Ergebnis: „Vier ethisch-ökologisch orientierte Fonds weisen eine schlechtere Klimabilanz auf als manch gängiger konventioneller Fonds“, so die Verbraucherschützer. Nun hat nicht jeder Privatanleger die Marktexpertise, um die Portfolios attraktiver Fonds auf ihre Umweltbilanz zu überprüfen.

Börse_WindradDas Magazin Ökotest hat vor kurzem 71 nachhaltige Fonds verglichen und stellt fest: Besonders die Zahl der Mischfonds, die in unterschiedliche Anlageklassen wie Aktien und Anleihen investiert sind, und die der kostengünstigen passiven Indexfonds ist gestiegen. Nur elf Fonds schaffen es aber, die strengen Kriterien des Tests zu erfüllen. Zudem beschweren sich die Autoren darüber, dass viele Portfolios nicht auf dem neuesten Stand seien, zum Teil würden sich auf den Seiten der Anbieter die Werte von 2012 befinden. Darüber hinaus befänden sich in den Depots von mehr als der Hälfte der Anbieter fragwürdige Titel: „Wir fanden Aktien von Unternehmen, die zu den 100 größten Luft- und Wasserverschmutzern der Welt zählen oder auf der Liste der 100 größten Verursacher des Treibhausgaseffekten zu finden sind.“

Kaum Renditeunterschiede

Das Forum Nachhaltige Geldanlage hat in den vergangenen drei Jahren ein Label entwickelt, mit dem künftig besonders nachhaltige Fonds ausgezeichnet werden sollen. Ähnlich wie im Lebensmittelbereich soll es den Konsumenten, bewusst machen,  dass Geldanlage auch Treibhausgase verursachen kann. Durch die Auszeichnung mit dem „Qualitätssiegel für nachhaltige Publikumsfonds“ können Privatanleger sicher gehen, dass das Portfolio nur Titel enthält, die den strengen Kriterien entsprechen. Umweltschädliches Verhalten, Kernenergie und Rüstung werden so ausgeschlossen und die Wahrung von Menschen- und Arbeitsrechten gewährleistet. Am 8. Dezember 2015 wurden 34 Publikumsfonds mit dem neuen Gütesiegel ausgezeichnet, lesen Sie hier den Beitrag dazu.

Wer Sorgen hat, dass er für das ethisch-ökologisch Investment auf Ertrag verzichten muss, kann beruhigt sein: Eine Studie der Universität Kassel hat Fonds verglichen und herausgefunden, dass es bei der Performance keine Unterschiede gibt.  Die Studie hat darüber hinaus belegt, dass nachhaltige Fonds ein etwas geringeres Risiko für den Anleger bedeuten.

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