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Studie Stiftung Warentest belegt: Kleinanleger verschenken Rendite

23.03.2017, 14:52  |  4189   |   |   

In der aktuellen Niedrigzinsphase könnte man meinen, dass Kleinanleger besonders sorgfältig anlegen. Jedoch zeigt das Ergebnis einer Studie der Stiftung Warentest, dass Kleinanlegern jährlich circa fünf Prozent Rendite durch die Lappen gegangen sind. 

Untersucht wurden fast 40.000 Wertdepots von Direktbankkunden für die Periode von 2005 bis 2015 ("StiftungWarentest"). Kleinanlegern gingen demnach jährlich rund fünf Prozent Rendite verloren wodurch die durchschnittliche Rendite bei nur 3,1 Prozent pro Jahr liegt. Im gleichen Zeitraum hätte eine Indexmischung von 80 Prozent Aktien- und 20 Prozent Rentenanteil eine Rendite von 8,7 Prozent erzielt.

Die Analysten kamen zu dem Ergebnis, dass die mangelnde Steuerung eine der Hauptursachen für die niedrige Rendite ist. Im Durchschnitt hätten die meisten Kleinanleger nur zwölf unterschiedliche Wertpapiere, wohingegen mit 30 Papieren aus unterschiedlichen Branchen bessere Ergebnisse erzielt werden könnten, so die Experten. Auch kämen Depotbesitzer, die sich mit dem täglichen Börsengeschehen beschäftigen, leicht in Versuchung, auf Nachrichten zu reagieren und somit oftmals mehr Schaden anzurichten und verschlimmbessern das Depot.  

Der Kleinanleger scheint auch eher risikoavers zu handeln, denn er setzte hauptsächlich auf Unternehmen, die er kennt, also deutsche Aktiengesellschaften. Damit erfolgte eine Fokussierung auf einen kleinen Ausschnitt des globalen Aktienmarktes. Als Basis für ein Wertpapierdepot seien deutsche Aktien jedoch kaum geeignet. 

Daneben gibt es Spekulanten, die auf schnelle Gewinne hoffen und auf Anlagetrends aufspringen. Nur wenige Anleger konnten hier wirklich hohe Renditen erzielen, viele zahlten wohl eher drauf.

Wer in Zukunft eher stillhält, mindestens 30 Wertpapiere aus unterschiedlichen Branchen mixt und sein Gesamtvermögen im Blick behält, der könnte mehr als 3,1 Prozent Rendite erzielen.



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