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Mode unterm Ladentisch Das Ivanka-Bashing im Einzelhandel geht in nächste Runde

13.04.2017, 11:04  |  3096   |   |   

Der Fall ist schon nicht ganz einfach. Da wird die 35-Jährige Ivanka Trump zur offiziellen Beraterin ihres Vaters im Weißen Haus und gleichzeitig muss sie sehen, wie ihr Modelabel Ivanka Trump nicht vollkommen in der Versenkung verschwindet.

Bereits im März überschlugen sich die Nachrichten über den Umgang mit Ivanka Trumps Modelinie, ihrem werbewirksamen Auftritt bei CBS und der anrollenden Sammelklage, denn es hieß, dass sich die Trump-Tochter unfaire Vorteile verschafft habe, siehe hier.

Aktuell ist zu beoachten, dass die Produkte von Ivanka Trump aus vielen großen Online-Shop verschwinden. So ist die Marke nicht mehr auf der Website von Bed Bath & Beyond zu finden, sondern wohl nur noch in den Geschäft erhältlich ("Bloomberg"). Bereits im Februar waren die Ivanka Trump-Produkte von der Website der Kaufhauskette Belk genommen worden. Seinerzeit gab das Unternehmen an, dass es sich hierbei um einen regulären Vorgang gehandelt habe und die Produkte weiterhin in drei Häusern erhältlich seien. Auch auf der Website von Burlington Coat Factory, Salks Fifth Avenue und Stein Mart gibt es keine Trump-Ware mehr.

Jedoch nicht nur im Online-Handel wurde die Markenpräsenz reduziert, sondern auch in den Geschäften. Bei TJ Maxx und Marshalls wurden die Mitarbeiter in den Geschäften dazu angehalten, den Namen und das Logo so gut wie möglich zu entfernen. Die Waren wurden von besonderen Verkaufsständern entfernt und mit regulären Kollektionen gemischt. Bislang beteuern die Händler, dass es sich bei den Maßnahmen um eine ganz übliche Vorgehensweise handeln würde. Jedoch ist es ungewöhnlich, dass die Produkte aus den Online-Shops genommen werden, wo das Sortiment viel größer sein kann.

Ein Sprecher der Marke Ivanka Trump gab an, dass das Unternehmen keine Kontrolle über die Platzierung ihrer Produkte hätte - was heutzutage sehr ungewöhnlich wäre, wo bereits Regealplätze im Supermarkt gekauft werden. Ferner sagte der Sprecher das es übliche Praxis sei, dass die Waren zwischen stationären Handel und Onlineshop wechseln würden. Viele der großen Einzelhändler halten sich unterdessen über ihre Sortimentsstrategie bedeckt, denn sie wollen scheinbar weder Trump-Befürworter noch Trump-Gegner als Kunden verlieren. 

Aktuell liegen die Umsätze der Präsidententochter für das vergangenen Jahr vor. Der Umsatz ist von 27 Millionen Euro auf 45 Millionen Euro gestiegen, jedoch beziehen sich die Zahlen auf den Verkauf an Großhändler und nicht an den Verbraucher ("NTV"). Es bleibt abzuwarten, ob mit einer sinkenden Markenpräsenz die Einzelhändler noch Umsätze mit der Trump-Marke machen können oder lediglich die Lager gefüllt bleiben. 

 

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