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Studienergebnis Wert von München: 350,10 Mrd. Euro

23.05.2017, 15:11  |  2696   |   |   

München wurde zum 13. Mal in Folge "Deutschlands wertvollste Stadt". Die Börsenliga deutscher Städte wird seit 2005 erstellt. Dafür werden die Börsenwerte der im DAX30, MDAX und TecDax notierten Unternehmen an einem Stichtag erhoben und den Städten zugeordnet. 

München ist mit deutlichem Abstand klarer Sieger, denn die Stadt erhielt zum 13. Mal in Folge den Titel „Deutschlands wertvollste Stadt". Mit einem Börsenwert von 350,10 Mrd. Euro ist München im diesjährigen Ranking sogar wertvoller als die nachfolgenden Plätze zwei bis vier zusammen genommen. Auf Platz 2 landete Bonn mit 119,43 Mrd. Euro und auf Platz 3 Walldorf mit 116,92 Mrd. Euro. 

Während bislang traditionell die drei Rheinlandstädte Bonn, Leverkusen und Düsseldorf folgten, hat sich in diesem Jahr Walldorf dazwischen geschoben. Köln ist aus der Börsenliga abgestiegen.

Größe allein reicht nicht

Nachdem Köln schon 2016 nur knapp dem Abstieg entkommen konnte, rutscht es 2017 mit nur noch zwei DAX-Unternehmen von Platz 19 auf 23. Eine Millionenstadt zu sein reicht nicht aus. Die Millionenmetropolen - Berlin und München - müssen aktives Standortmarketing betreiben, um ihren Wert langfristig zu steigern - Berlin könnte nächstes Jahr der Abstieg drohen. „Walldorf ist dafür ein perfektes Beispiel. Wer hätte vor 30 Jahren gedacht, dass man dort mit SAP einmal so einen dicken Fisch an Land zieht", kommentiert Dr. Georg Tacke, CEO von Simon-Kucher. „Ziel muss es also sein, für junge, vielversprechende Unternehmen attraktiv zu werden. Dann kann man das Walldorf von morgen werden." Berlin legt unterdessen den Platz 19 mit einem Börsenwert von 15,71 Mrd. Euro.

Standortwechsel ordnen das Mittelfeld neu

Ein weiteres Ergebnis der Börsenliga 2017 ist, dass die Städte für Konzerne attraktiv bleiben müssen und Wechsel verhindern sollten. So ist die Lufthansa von Köln nach Frankfurt umgezogen und sorgt für einen Aufstieg der Flughafenstadt von Platz 10 im Vorjahr auf Platz 5. Essen ist mit dem neuen E.ON-Hauptsitz und der Aufnahme von innogy SE in den MDAX von Platz 12 im Vorjahr in die Top-10 auf Platz 7 geklettert.

Risiko oder Chance: Abhängigkeit von Ausnahmetalenten

Unter den Top-10 befinden sich insgesamt drei Städte, die ihre Position nur jeweils einem Unternehmen zu verdanken haben. Während das bei Wolfsburg mit VW für ein Abrutschen von Platz sechs auf zehn sorgt, springt Walldorf in diesem Jahr aufgrund der starken Performance von SAP von Rang fünf auf drei. „Das Beispiel Wolfsburg zeigt, dass die Abhängigkeit einer Stadt von nur einem Unternehmen auch Risiken mit sich bringen kann. Gerät das Unternehmen in Schieflage, ist auch die Top-Position der Stadt gefährdet", erklärt Tacke. „Eine Stadt wie München mit insgesamt 14 ansässigen DAX-Unternehmen kann dagegen auch in den kommenden Jahren fest mit der Top-Position rechnen."

Anmerkung: Die Börsenliga deutscher Städte wird seit 2005 jährlich von der Strategieberatung Simon-Kucher & Partners erstellt.



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