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DAX - Candlesticks Aufwärtstrend im DAX wird getestet werden

30.06.2017, 07:41  |  2630   |   |   

Ausgesprochen schwach präsentierte sich gestern der DAX. Eine anfängliche Erholung wurde umgehend verkauft und im weiteren Tagesverlauf die runden Marken bei 12.600, 12.500 sowie nachbörslich auch die 12.400 geknackt. Vorbörslich wird der DAX bei 12.395 Punkten taxiert, dem gestrigen Tief bei 12.396 Punkten. Die lange schwarze Tageskerze ist grundsätzlich negativ – ein Test der seit Dezember bestehenden Aufwärtstrendlinie als auch eines markanten Tiefs einer weißen Tageskerze vom 24. April bei 12.290 Punkten müsste daher eingeplant werden. Aufgrund der gestrigen Dynamik sind auch weitere Kursverluste möglich – ein Test der 12.200 bis 12.080 Punkten wäre somit nicht auszuschließen. Erholungen finden nun im Bereich 12.480 bis 12.600 Punkten Widerstand. Eine Gegenbewegung nach Eröffnung sollte ab verkauft werden – ein Fall unter ca. 12.380 und 12.350 Punkten hingegen zu einem Test der 12.320 bis 12.280 führen.

 

DAX – Tages- und Stundenkerzen

Als Marktbereinigung im DAX würde sich der jüngste Kurseinbruch erst herausstellen, sofern das gestrige Hoch und somit auch die 12.700er-Marke deutlich überschritten werden kann. Der wiederholte Ausbruch aus dem inversen Dreieck war negativ.

DAX – 5min-Kerzen

Eine Anmerkung zum gestrigen Tag: Sinnvoll ist es natürlich immer, Erholungen im Abwärtstrend zu verkaufen. Doch auch der Break der 12.600 mit einer längeren 5min-Kerze gegen 14.30 Uhr war ein Verkaufssignal – erstes Ziel war die Rückkehrlinie eines Abwärtstrendkanals und damit auch verbunden die Shortchance auf einen Ausbruch aus dem inversen Dreieck in den Stundenkerzen. Nun könnte man behaupten, ein solcher Einstieg wäre eigentlich zu „spät“ – immerhin ist der DAX zu diesem Zeitpunkt schon mehr als 100 Punkte gefallen - doch "spät" ist hier eine gedankliche Verzerrung, da dann der "Anker" bei 12.700 liegt. Ein Einstieg short nach einem schon vorhandenen Tagesrückgang von deutlich über 100 Punkten (oder noch „später) bedeutet ja auch - sofern man vorher nicht short war - dass man etwas "Verpasst" hat, entgangene Gewinne erfahren hat, die das Gehirn auch als Verlust einordnet - und einen späteren Einstieg in eine Shortposition als Eingeständnis, etwas "falsch" gemacht zu haben vermerkt. Wer gibt das schon gerne zu, dass er einen vorherigen Einstieg verpasst hat... daher begehen Anfänger im Trading eher den Fehler, nach starken verpassten Trends gegen den Trend zu arbeiten. Sollte Ihnen dies gestern passiert sein, und Sie eher versucht haben, unten aufzufangen z.B. bei 12.500 Punkten, dann beschäftigen Sie sich einmal mit den angeborenen Verhaltensmustern, die zu „suboptimalem traden“ führen. Handeln Sie was Sie sehen – und möglichst das EGO abschalten. Ab und zu stelle ich auch eigene Trades auf meiner facebook-Seite vor… Unter anderem den gestrigen Shorteinstieg knapp unter 12.600 Punkten. Noch ein Wort in eigener Sache: Ich verlasse Wallstreet-Online – in den kommenden Wochen und Monaten werden nur noch sporadisch Analysen von mir auf WSO veröffentlicht. Ich bedanke mich bei allen Lesern für Ihre Treue, Anregungen, Feedback in den vergangenen Monaten und wünsche Ihnen viel Erfolg!

 

Ihr Stefan Salomon

Chartanalyst wallstreet-online.de

 

www.wallstreet-online.de - Wirtschaftskalender

 

Hinweis: Die Analyse wurde von Stefan Salomon mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit der in der Analyse enthaltenen Aussagen, Prognosen und Angaben wird jedoch keine Gewähr übernommen. Der Inhalt dient lediglich der Information und beinhaltet keine Vermögensberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von CFD, Aktien oder anderen Finanzprodukten. Die Analysen dienen nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. Eine Angabe von Kurszielen, potenziellen Kauf- oder Verkaufssignalen dient lediglich der Information und dient der Veranschaulichung entsprechend der Methodik der Chartanalyse. Die in den Beiträgen von Stefan Salomon besprochenen Werte können für den einzelnen Anleger je nach dessen Risikoprofil und finanzieller Lage nicht geeignet sein. Erklärung nach §34b Abs 1 WPHG: Der Autor erklärt, dass er zum Zeitpunkt der Erstellung des Beitrags in dem in diesem Beitrag besprochenen Wert/Werten investiert ist, direkt oder indirekt durch Finanzinstrumente. Hierdurch besteht die Möglichkeit eines Interessenkonfliktes. Charts: www.tradesignalonline.com

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