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DAX-Chartanalyse: Ausbruch trotz Angstmonat September

DAX-Chartanalyse Ausbruch trotz Angstmonat September

Gastautor: Andreas Mueller
17.09.2017, 10:55  |  7538   |   |   

Wird der September seiner Statistik dieses Jahr nicht gerecht? Der Start sah vielversprechend aus und mit Rekorden an der Wall Street könnte der Weg in die Herbstrallye geebnet sein. Doch ist es so einfach?

Der Monat September ist unter Börsianern als "Angstmonat" verschrieen. Denn statistisch betrachtet gehört er zu den schwächsten Monaten des Jahres. Nicht nur wegen den Terroranschlägen in New York, sondern auch, weil viele Marktteilnehmer nach dem Urlaub das Depot neu ordnen. Aber danach startet in der Regel die Herbstrallye. Und vielleicht sind wir schon mittendrin? Immerhin legte der DAX in dieser Woche um 1,75 Prozent zu und stand damit der Wall Street nur ein kleines Stück nach. Von Crash kann keine Rede sein. Dazu nun im Einzelnen.

 

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Die Woche überraschte positiv

 

In der Vorwochenanalyse berichtete ich bereits über einen ersten gescheiterten Ausbruchsversuch aus der mehrere Wochen andauernden Range. Dieser misslang zuerst, wurde jedoch im Nachgang beim Versuch zwei nun vollzogen. Aus dieser Analyse das Szenario-Bild noch einmal zur Erinnerung:

 

Bereits am Montag konnte der Bereich mit einem GAP überschritten werden und die Bären gerieten dadurch in Zugzwang. Die 12.400 waren keine Hürde und der Markt zog weiter in Richtung des Ausbruchs. Kein Wunder, denn dort lagen eine Menge Orders und Interesse an einer klaren Richtung. Mit 100 Punkten Handelsspanne war dies auch der Tag der Vorwoche mit der größten Bewegung. Auch am Dienstag wurde noch einmal per GAP die Oberseite weiter bedient. Doch dann klang die Volatilität merklich ab. Bereits am Mittwoch war von einem "spannenden Handel" nicht mehr die Rede. Auch der Donnerstag machte nicht weiter von sich Reden, da er in der Range des Vortages notierte. So standen die beiden GAPs der Woche, wie hier im Forum gezeigt, weiterhin fest zementiert im Chartbild:

Auch die Zinssitzung der Bank of England änderte daran wenig. Und die Impulse der Wall Street, an der es mit über 12.200 Punkten ein neues Allzeithoch im Dow Jones gab, lockten den DAX nicht weiter nach oben. Die Hoffnung lag auf dem Freitag. Denn am s.g. Hexensabbat hätte durchaus ein wenig mehr Bewegung generiert werden können. An diesem dreifachen Verfallstag, der nur einmal pro Quartal stattfindet, werden Optionen und Futures auf Aktien und Indizes abgerechnet und oftmals schon im Vorfeld auf diese Abrechnung hin spekuliert. Am Tag selbst ist dann die Volatilität in den letzten Jahren weniger geworden, aber dennoch spannend. So sprang der DAX zum Verfall der europäischen Indexfutures noch einmal 9 Punkte über das Vortageshoch, bevor er sich an der Unterseite des Vortages orientierte und diesem Bereich bis auf 7 Punkte nahekam. Im Chartbild sah dies wie hier im Forum gezeigt aus:

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