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Aktien Korrektur ja, aber „Bange machen gilt nicht!“

Gastautor: Thomas Hellener
13.11.2017, 07:22  |  4477   |   |   

Es geht manchmal schneller als man denkt: Hatte der Dax am vergangenen Dienstag mit knapp 13.526 Punkten noch ein Allzeithoch markiert, ging es danach um knapp drei Prozent bergab. Manche werden jetzt triumphierend sagen: „Davor habe ich doch die ganze Zeit schon gewarnt!“ Und einige Investoren, die auf Grund der hohen Bewertungen an den Börsen ohnehin vorsichtiger geworden sind, macht die Situation jetzt schon nervös. Doch: ist das alles wirklich so besorgniserregend? Wir denken „ nein“!

Gewinnmitnahmen auf diesem Niveau sind eigentlich normal. Das haben wir in unserem global anlegenden Mischfonds PRIMA – Globale Werte auch getan. Doch unserer Meinung nach handelt es sich hier eher um eine gesunde Korrektur, als um den Vorboten eines veritablen Crashs. Dazu sind die Rahmenbedingungen derzeit noch zu gut. Klar gibt es Gefahren. Da ist zum einen das Gezeter um die Steuerreform in den USA. Auf der anderen Seite bedarf es nur eines eher schwammigen Ausblicks wie bei Siemens, um die Aktie in den Keller zu schicken. Die Ansprüche an die Unternehmen sind mittlerweile sehr hoch. Da sind gelegentliche Enttäuschungen eigentlich absehbar.

Noch sind US-Aktien angemessen bewertet

Aber: Die meisten Aktien aus dem Dow Jones, dem S&P 500 oder dem Nasdaq 100 sind für das aktuelle Wachstums- und Inflationsumfeld angemessen bewertet. Problematisch wäre ein deutlicher Einbruch des Wachstums, oder ein deutlicher Anstieg der Inflation. Doch beides ist aktuell nicht in Sicht. Deshalb schauen wir uns auch weiterhin verschiedene Themen im Technologie-Bereich sehr aufmerksam an. Dabei setzen wir vor allem auf etablierte Player, wie etwa im Software-Bereich, die geeignete Technologien besitzen, um vom Trend zur weiteren Digitalisierung zu profitieren. Ein gutes Beispiel hierfür ist Alphabet, das mit Google eine Cashcow im Portfolio hat und damit über genügend Mittel verfügt, um in andere, sehr zukunftsrelevante Bereiche zu investieren. Der Vorteil ist, dass wir dabei auf erprobte Geschäftsmodelle setzen, die praktisch zum bestehenden Geschäftsmodell die Chance auf zusätzliches Wachstum haben. Diese Unternehmen werden auch in Zukunft ihre starke Marktstellung behalten.

Der aktuell noch weitgehende Optimismus an den Märkten beruht vor allem auf den guten Wirtschafts- und Unternehmenszahlen, die ein Ergebnis des zyklischen Aufschwungs seit Anfang 2016 sind. Wir sind aber der Ansicht, dass wir uns am Ende dieser Aufschwung-Bewegung befinden. Einhergehend mit steigenden Zinsen und einer abnehmenden Liquiditätsschwemme dürfte aber das kommende Jahr deutliche unruhiger werden als das laufende Jahr. Aber: noch ist es nicht so weit.

Von den Notenbanken ist derzeit nichts zu befürchten

Auch von den Notenbanken ist derzeit nur wenig zu befürchten, denn sowohl die EZB als auch die FED haben deutlich gemacht, dass sie die Normalisierung der Geldpolitik weiterhin sehr moderat vorantreiben werden. Es bleibt zwar unklar, wie sich die Situation im Hinblick auf die Inflation im kommenden Jahr entwickeln wird. Die aktuelle Entwicklung der Rohstoffpreise, sowie ein US-Arbeitsmarkt, der vor einem möglichen Anstieg der Löhne steht, könnten dazu führen, dass die Notenbanken die Zinsen früher und stärker erhöhen müssen, als die momentan erwartet wird. Aber auch hier gilt: Noch ist es nicht so weit!

Die fundamentalen und geldpolitischen Rahmenbedingungen sind also weiterhin intakt. Und solange die Profitabilität der Unternehmen wie aktuell hoch und die Zinsen niedrig sind, dürften auch die zum Teil hohen Bewertungen nicht allzu problematisch sein. Deshalb halten wir auch an unseren Portfoliowerten wie die bereits erwähnte Alphabet, an METRO, Novo Nordisk oder der italienischen Gruppo MutuiOnline fest. Erst wenn sich die Konjunktur deutlich eintrübt oder die Zinsen spürbar steigen, dann werden auch die Bewertungen der Aktien unter Druck geraten. Und dann werden auch wir handeln.

Doch, wie gesagt: Noch ist es nicht so weit!

 

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