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Koalition Weil verteidigt SPD-Pläne für Bürgerversicherung

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
16.12.2017, 15:30  |  2029   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) verteidigt das Vorhaben seiner Partei, in einer möglichen Großen Koalition die sogenannte Bürgerversicherung einzuführen. Mit einer Abschaffung der privaten Krankenkassen rechnet er jedoch nicht. "Wir wollen die Zwei-Klassen-Medizin abschaffen", sagte Weil der "Welt am Sonntag".

"Wollen wir dauerhaft zulassen, dass die einen drei Stunden und die anderen zehn Minuten im Wartezimmer sitzen?" Weil verwies auf den "schlimmen" Zustand in Kliniken und Pflegeheimen, wo Personal fehle, Schwestern und Pfleger permanent überfordert würden. Auf dem Land fehlten schlichtweg Ärzte. "Soll das so bleiben? Wir meinen: Nein", sagte Weil. Die SPD will Weil zufolge jedoch nicht die privaten Krankenkassen abschaffen. "Auch in einem anderen System wird Wettbewerb unter 120 Anbietern herrschen", sagte der niedersächsische Regierungschef. Über die Forderung nach Wiederherstellung der Parität zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträgen für die Krankenkasse herrsche in der SPD "breiter Konsens", sagte Weil. Mit Blick auf die gesundheitspolitischen Vorstellungen der Union sagte er: "Was die CDU politisch will, ist mir schleierhaft. Angela Merkel war nach der Wahl unfreiwillig ehrlich, als sie sagte, sie sehe keinen Änderungsbedarf in ihrer Politik." Dies sei "ein fataler Ausdruck der fehlenden Zukunftsdebatten der Union".


1 Kommentare

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Kommentare

Als Aufsichtsrat bei VW hat der Ministerpräsident ganze Arbeit geleistet und er setzt sich vehement für die Rechte der Verbraucher und Bürger ein - Danke Herr Weil!!!

Jetzt ist also die Existenz der Privaten Kraneknversicherung verantwortlich für den beschrieben Zustand:
"Weil verwies auf den "schlimmen" Zustand in Kliniken und Pflegeheimen, wo Personal fehle, Schwestern und Pfleger permanent überfordert würden."

Was für eine irre Argumentation - nehmen Sie mal lieber die Krankheitsverursacher mit in die Pflicht. Alkoholsteuer, Tabaksteuer, Zuckersteuer, Abgaben/Steuern auf Emissionen usw. direkt ins Gesundheitssystem - Verursacher an den Folgekosten beteiligen.

Weiterhin war die SPD doch an der unsolidarischen Finanzierung der Krankenversicherungsbeiträge beteiligt. Die SPD tut immer so, als sei sie nie in Regierungsverantwortung gewesen. Immer reden von Solidarität für den kleinen Mann - hahaha.

Hannelore Kraft marschiert mit Insiderwissen sofort in den Aufsichtrat der RAG.
Torsten Albig umgehend als Lobbyist für DHL nach Brüssel.

Das sind die Sozis von heute - richtige Vorbilder für unsere junge Generation.

Die verdammte Bürgerversicherung ist doch nur gewünscht um dann ohne konkurrierendes System die Leistungen in den Folgejahren sukzessive zu reduzieren. Da es dann alle betriftt regt sich auch keiner mehr auf! Die kann dann "jeder" mit Zusatztarifen ergänzen, wie heute bereits beim Zahnersatz.

Übrigens haben Manager und leitende Angestellte weltweit damit sowieso kein Problem, da sie in ihrem Arbeitsvertrag mit privaten Deckungskonzepten im Krankheitsfall abgesichert werden.

SPD-Politker sind mittlerweile die Heuchler der Nation - eine Schande für diese einst so stolze Partei!

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