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US-Banken starten Berichtssaison mit gemischten Gefühlen

11.01.2018, 13:33  |  2851   |   |   

J.P. Morgan Chase und Wells Fargo starten in dieser Woche die Berichtssaison. Die Erträge der Bankhäuser könnten hinter den Erwartungen der Anleger zurückbleiben, aber es wird für den Aktienmarkt keine Rolle spielen, sagte der erfahrene Analyst Dick Bove gegenüber CNBC. 

In diesem Jahr könnte eine neue Rallye unter den großen Bankhäusern einsetzen. Dick Bove meint: "Was uns interessiert ist, wenn wir das Investmentbanking wieder in Gang bringen und die Kredite bekommen, dann könnten die Banken 2018 sehr viel Geld verdienen." Der Schlüssel für den Aufschwung liegt im Investmentbanking. Den Hintergrund bilden hochrangige IPOs, wie der von UBER, und Aktiengesellschaften, die mehr Aktien auf den Markt bringen.

Neben einer prognostizierten Erholung der generellen Investitionstätigkeit, verfügen die Banken derzeit über eine hohe Liquidität, so CNBC. Das könnte die Ertragslage dann unterstützen, wenn sich die US-Wirtschaft erwartungsgemäß verbessert. "Die US-Banken sitzen auf einer massiven Menge unterausgelasteter Ertragskraft", sagte Bove und berechnete 3,7 Billionen Dollar im Bankensektor, die derzeit zur Verfügung stehen.

Goldman Sachs könnte einer der Führer sein, sagte Bove, wenn es darum geht, von einer Wiederbelebung des Investmentbankings und des Aktienhandels zu profitieren. Goldman's Aktie war der schlechteste Performer unter den US-Großbanken und einflussreichen Investmentgesellschaften im Jahr 2017: mit einem Plus von 6,4 Prozent. Bis auf Wells Fargo - mit 10-Prozent Anstieg - verzeichneten die anderen Großbanken, wie die Citigroup, J.P. Morgan Chase, Bank of America und Morgan Stanley, ein Kursplus von mehr als 20 Prozent.

Goldman Sachs Group

Die US-Banken werden voraussichtlich Ende dieser und in der nächsten Woche für das vierte Quartal berichten. BlackRock, J.P. Morgan Chase und Wells Fargo sind für diesen Freitag angesetzt. Nächste Woche: Citigroup für Dienstag, Bank of America und Goldman Sachs am Mittwoch und Morgan Stanley am Donnerstag. Auch im vierten Quartal werden die Banken ähnliche Belastungen wie in den ersten drei Quartalen 2017 gehabt haben: schwaches Handelsvolumen, zinsgünstige Kreditvolumen und wenig Nutzen aus den Zinserhöhungen der US-Notenbank. Nach vier schwachen Quartalen, wäre eine Kehrtwende 2018 durchaus wünschenswert.

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