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Versteht der Markt, welche Dividende ihm bei Aurelius entgeht?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
12.02.2018, 13:30  |  1501   |   |   

Natürlich hat es letzte Woche viele Aktien ganz schön erwischt, aber einige Aurelius (WKN:A0JK2A)-Aktionäre werden sich wahrscheinlich trotzdem gewundert haben, wieso die Aktie so heftig abgestraft wurde. Am Montagmorgen wechselten einige Anteilscheine für gerade einmal 50 Euro den Besitzer.

Im Gegensatz zu vielen anderen Titeln wird der aktuelle Kursverfall bei Aurelius aber durch eine massive Dividende kontrastiert. Versteht der Markt, was ihm bei Aurelius entgeht?

Diese Dividende kannst du im Kopf ausrechnen

Die wenigsten Aktien tun einem den Gefallen, dass man ihre Dividendenrendite im Kopf ausrechnen kann. Das ist natürlich auch nicht ihre Aufgabe. Bei Aurelius ist es aktuell aber ziemlich einfach. Wie erwähnt wechselten am Montag einige Aurelius-Aktien für 50 Euro den Besitzer. In diesem Jahr wird Aurelius, sofern auf der Hauptversammlung zugestimmt wird, eine Dividende in Höhe von 5 Euro ausschütten und bietet somit bei einem Kurs von 50 Euro eine äußerst attraktive Dividendenrendite von 10 %.

Im letzten Jahr waren es bereits satte 4 Euro und mit der Ausschüttung in Höhe von 5 Euro wird ein neuer Rekord aufgestellt. Zweistellige Dividendenrenditen gibt es normalerweise nur bei insolvenzgefährdeten Sondersituationen, deren Aktienkurse so tief gesunken sind, dass die normale Dividende plötzlich eine riesige Rendite bietet.

Aurelius befindet sich aber auf einem aussichtsreichen Wachstumspfad und hat jede Menge Rücklagen. In einer Analyse der Baader Bank wurde kürzlich berechnet, dass die Dividende in den kommenden Jahren sogar weitere Rekordmarken erreichen könnte. Sie geht von einer Auszahlung in Höhe von 5,50 Euro im Jahr 2019 und 6 Euro im Jahr 2020 aus.

Die Stütze der großen Ausschüttungen

Was nicht alle Anleger verstehen, ist, dass Aurelius zwar jährlich eine einzelne Dividende ausschüttet, diese aber aus zwei Teilen besteht. Die Grundlage bildet die Basisdividende, die sich aus den operativen Gewinnen der Beteiligungen speist und bisher Jahr für Jahr angehoben wurde. Zuletzt wollte man diese Basis besonders stärken und hat die Basisdividende um 50 Cent von 1 auf 1,50 Euro angehoben. Wenn man sich an der Vergangenheit orientiert, kann man davon ausgehen, dass Aurelius die Basisdividende in den nächsten Jahren mindestens um 10 Cent pro Jahr anheben will.

Zusätzlich zur Basisdividende will Aurelius seine Aktionäre aber auch an den erfolgreichen Verkäufen sanierter Portfoliounternehmen beteiligen. Das passiert direkt, indem man einen großen Teil der Verkaufserlöse als zweiten Teil der Dividende, in Form einer sogenannten Partizipationsdividende, auszahlt. Allerdings werden Anteilseigner meistens auch indirekt an den Erfolgen beteiligt, denn Aurelius kauft mit neuen Mitteln oft großzügig eigene Aktien zurück, was den Gewinn pro Aktie erhöht und somit das Potential für höhere Dividenden zusätzlich steigert.

Den Verkäufern entgehen gigantische Dividenden

Jeder darf der Ansicht sein, dass die Aurelius-Aktie besser nicht mehr ins eigene Depot gehört, und kann sie verkaufen. Wer das aktuell tatsächlich tut, dem werden aber mit Sicherheit in diesem Jahr und vermutlich auch in den kommenden Jahren hohe Ausschüttungen entgehen.

Ich frage mich, ob sich alle Verkäufer dessen wirklich bewusst sind. Vielleicht werden einige Investoren bei starken Kursschwankungen aber einfach nur an die aggressive Short-Attacke aus dem Frühjahr 2017 erinnert und wollen das nicht noch einmal durchmachen. Wenn das so ist, könnten rationalere und langfristig orientierte Anleger von den aktuellen Kurschwankungen durchaus profitieren.

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Marlon Bonazzi besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt keine der erwähnten Aktien.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

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