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Interview STEMMER IMAGING AG: Bayrischer Machine-Vision-Spezialist strebt in den Scale

13.02.2018, 07:00  |  3292   |   |   

Mit der STEMMER IMAGING AG plant einer der führenden Anbieter von Bildverarbeitungstechnologie in Europa seinen Börsengang. Bis voraussichtlich 22. Februar können Anleger über die Frankfurter Börse die Aktien des bayrischen Machine-Vision-Spezialisten in einer Spanne von 32 bis 36 Euro zeichnen. Ein Teil des angestrebten Emissionserlöses von bis zu 50 Mio. Euro soll für weitere Zukäufe verwendet werden: „Das Ziel von STEMMER IMAGING ist, die Marktposition auszubauen und den europäischen Markt weiter zu konsolidieren“, sagt CFO Lars Böhrnsen im gemeinsamen Interview mit seinen Vorstandskollegen Christof Zollitsch (CEO) und Martin Kersting (CTO). Vielversprechende Chancen bieten Zukunftstechnologien und Themen wie Hyperspectral Imaging, Embedded Vision oder 3D Imaging.

www.4investors.de: Herr Zollitsch, Sie sind der CEO des IPO-Kandidaten STEMMER IMAGING AG, einem führenden Anbieter von Bildverarbeitungstechnologie in Europa. Könnten Sie unseren Lesern bitte in drei bis vier Sätzen Ihr Geschäftsmodell vorstellen?

Zollitsch: STEMMER IMAGING gehört zu den Pionieren der industriellen Bildverarbeitung, Machine Vision, einer Schlüsseltechnologie für die Automatisierung von Fertigungsprozessen und dem Megatrend Industrie 4.0. Wir bieten unseren Kunden eine perfekte Kombination aus innovativen Produkten weltweit führender Hersteller, eigener Bildverarbeitungssoftware und umfassenden Service- und Beratungsleistungen und unterstützen sie dabei, ihre Bildverarbeitungsaufgaben einfach, sicher und effizient zu lösen. Dabei kombinieren wir tiefgreifendes technisches Know-how, langjährige Projekterfahrung und ein umfassendes Verständnis für Kundenbedürfnisse und komplexe Anforderungen im Bereich der industriellen Bildverarbeitung zu anspruchsvollen Lösungskonzepten.

www.4investors.de: In welchen Bereichen kommen Ihre Produkte konkret zum Einsatz?

Zollitsch: STEMMER IMAGING deckt einen sehr spannenden Bereich im stark wachsenden Umfeld von Industrie 4.0 ab. Machine Vision ist eine Schlüsseltechnologie im Kontext der Digitalisierung und für die Smart Factory. Von Kaffeekapseln und Aluminiumverpackungen für Tiernahrung über den Qualitätsgrad von Schinken, Pizza oder Spargel bis hin zu Pkws oder Zahnbürsten, die eine Fabrik verlassen, werden optische Kontrollen durchlaufen, wo unsere Produkte zum Einsatz kommen.

www.4investors.de: Herr Kersting, wie würden Sie als CTO einem potenziellen Investor erläutern, was STEMMER IMAGING besser als die Konkurrenz macht?

Kersting: Wir haben mehr als 30 Jahre Erfahrung in der digitalen Bildverarbeitung in zahlreichen Anwendungsbereichen und Branchen, die unsere Kunden und Partner mit langjährigen, vertrauensvollen Geschäftsbeziehungen honorieren. Kernkompetenz von STEMMER IMAGING ist die Entwicklung, das Design und die Konfiguration kundenspezifischer Bildverarbeitungssysteme und -lösungen. Dabei spielt neben einem breiten Portfolio aus Produkten und Komponenten führender Hersteller die eigenentwickelte Bildverarbeitungssoftware Common Vision Blox (CVB) eine wichtige Rolle. CVB ist eine leistungsstarke Programmierbibliothek, die eine schnelle und zuverlässige Entwicklung und Implementierung von Bildverarbeitungslösungen ermöglicht. Die Software wird in Tausenden Applikationen weltweit eingesetzt und ist zudem ein wesentliches Alleinstellungsmerkmal von STEMMER IMAGING. Doch ist nicht nur Software das, was uns unterscheidet. Auch wenn es um Spezialhardware geht die so auf dem Weltmarkt nicht zu haben ist, legen wir Hand an.

www.4investors.de: Könnten Sie uns bitte an einem anschaulichen Beispiel erläutern, wie Ihre Kunden von Ihrer Expertise profitieren?

Kersting: Einer unserer Kunden ist Anlagenbauer zur Herstellung von Aluminiumbehältern, die beispielsweise zur Verpackung von Tiernahrung verwendet werden. In den Produktionsanlagen kommt Bildverarbeitung von STEMMER IMAGING zur Qualitätskontrolle zum Einsatz. Die Anforderungen bestanden im Wesentlichen darin, den Materialeinsatz und damit die Material- sowie Transportkosten aufgrund geringeren Gewichts zu minimieren, die Festigkeit der Behälter zu überprüfen und Fehler, beispielsweise Risse, zu erkennen. Das konnten wir im Ergebnis für unseren Kunden umsetzen und erreichen. Die Lösung, die wir ganzheitlich aus Hardware, Software und weiteren Systemkomponenten für den Kunden entwickelt haben, kommt auch in anderen Anwendungsszenarien zum Einsatz, wie zum Beispiel bei Kaffeekapseln. Dieselbe Software, die dabei die Behälter kontrolliert, setzen wir auch in durchaus anderen Bereich ein, z.B. wenn es darum geht, Speck in Qualitätsstufen zu unterteilen oder Fehler in Bodenbelägen zu erkennen.

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