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Kanadas beste Cannabis-Züchter konkurrieren um deutschen Markt

Gastautor: Marc Davis
26.02.2018, 07:30  |  20590   |   |   

Bei den kanadischen Cannabis-Unternehmen hat der Kampf um den Titel „Cannabis Züchter Deutschlands“ begonnen.

Momentan gibt es keine industriellen und staatlich zugelassen Cannabis-Züchter in Deutschland. Aber das soll sich bald ändern. Ein führendes kanadisches Cannabis-Unternehmen, Maricann Group Inc. (CSE: MARI), baut momentan in der Nähe von Leipzig eine der weltweit größten und modernsten Cannabis-Farmen (siehe auch Sächsische Zeitung). Mehr dazu gleich.

Zurzeit muss Deutschland sich auf importierte Produkte für die schnell wachsende Zahl von Cannabis-Patienten verlassen. Deshalb haben große Kanadische Cannabis-Unternehmen jetzt die Chance sich als frühe Markteinsteiger zu etablieren. Sie haben Erfahrung darin wie man Cannabis in pharmazeutischer Qualität im industriellen Maßstab anbaut.

In der EU wird der schnell wachsende Markt in den nächsten Jahren ein Volumen von mehreren Milliarden Euro haben. Tatsächlich wird Deutschland der Startpunkt für den Rest von Europa sein.

Deutschlands langjährige Begeisterung für Pflanzenheilkunde wird den Cannabis-Trend weiter beflügeln. Medizinisches Cannabis wird in Deutschland bereits jetzt teilweise durch die staatliche Krankenversicherung übernommen. Allerdings zählen die deutschen Arzneimittelbehörden zu den strengsten der Welt, besonders bei Cannabis-Produkten. Nur wenige der weltweit best finanzierten und gemanagten Unternehmen besitzen die Erlaubnis Cannabis nach Deutschland zu exportieren.

Keine davon sind US-amerikanische Unternehmen. Stattdessen, sind sie alle aus Kanada.

Dies liegt daran, dass kanadische börsennotierte Cannabis-Unternehmen leichten Zugang zur Finanzierung über die Aktienmärkte haben. Deshalb können sie schnell expandieren und sich die beste Technologie der Branche leisten. US-amerikanischen Cannabis-Züchtern ist der Börsengang hingegen gesetzlich verboten.

Dies gibt Kanadas großen industriellen Cannabis-Züchtern einen enormen Wettbewerbsvorteil.

Innerhalb der letzten Jahre konnten sie insgesamt zusammen über drei Milliarden Dollar Kapital akquirierten, um ihr Geschäft auszubauen und das weltweit beste medizinische Cannabis zu produzieren.

Jetzt legen diese kanadischen Kraftpakete ihren Fokus auf Deutschland. Und mindestens einer von ihnen – Maricann – ist dabei Europas größte Hightech Cannabis-Farm in der Nähe von Leipzig zu bauen. Es beginnt noch in diesem Jahr. Das heißt, dass Deutschland sein eigenes Weltklasse Cannabis in pharmazeutischer Qualität züchten wird.

Bisher war Deutschland von Importen aus Kanada abhängig. Anbei finden Sie eine Übersicht über die größten kanadischen Wettbewerber auf dem deutschen Markt und ihren jeweiligen Ansatz, um ihre Marktpräsenz zu etablieren und auszubauen.

Canopy Growth Corp. (TSX: WEED)

Eine der ersten großen Player am deutschen Markt, Canopy Growth, erhielt im Juli 2016 die Export-Erlaubnis. Es war ein Wendepunkt für die kanadische Cannabis Industrie, als erster einen legalen Export von getrocknetem Cannabis in ein europäisches Land durchzuführen.

Im folgenden November, übernahm Canopy für 7,2 Millionen Dollar MedCann GmbH Pharma und Nutraceuticals, ein deutsches Unternehmen für den Vertrieb von medizinischem Cannabis. Es wurde anschließend in Spektrum Cannabis Germany GmbH umbenannt.

Über Spektrum verkaufte Canopy im letzten Quartal 2017 Cannabis im Wert von einer Millionen US-Dollar. Spektrum verreibt jetzt das Cannabis und Cannabis-Öl von Canopy in über 480 deutschen Apotheken.

Maricann Group Inc. (CSE: MARI)

Die Maricann Group hat einen anderen Ansatz: Es hat seine eigenen Produktionsanlagen in Deutschland gebaut. Damit kann viel Bürokratie und Zollgebühren, die beim Import anfallen, umgangen werden.

Der Konzern ist bereits ein etablierter Züchter von medizinischem Cannabis in Kanada.

In seiner Heimat befindet er sich auf einem aggressiven Wachstumskurs, um der schnell wachsenden Nachfrage nach medizinischem Cannabis gerecht zu werden (sowie dem zukünftigen Freizeitmarkt für Cannabis, der diesen Herbst beginnt).

Aber Maricann hat auch in Deutschland große Pläne. Ein hochmoderner Schlachthof, der 80 Millionen Euro kostete, wird gerade zur einer hochmodernen Cannabis-Farm umgebaut.

Tatsächlich konnte Maricann diese Fabrik zur einer Zeit als Cannabis kein Thema in Deutschland war, für einen Bruchteil seines tatsächlichen Wertes erwerben. Jetzt müssten schätzungsweise 120 Millionen Euro dafür bezahlt werden.

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