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DAX-Chartanalyse: Ausbruch im DAX bleibt abzuwarten

DAX-Chartanalyse Ausbruch im DAX bleibt abzuwarten

Gastautor: Andreas Mueller
18.03.2018, 13:26  |  6603   |   |   

Ein abwartender Markt und langsam nervöse Anleger haben folgende Marken im Visier. Denn dort kann Bewegung entstehen, die sich wie beim Domino entsprechend fortsetzt. Achten Sie daher im Chartbild auf folgende Szenarien.

Unser DAX zeigte sich wenig verändert in der vergangenen Woche. Ein Anstieg von 0,35 Prozent oder 16 Punkten zwischen Montagseröffnung und Freitagsschluss im XETRA-Handel auf Wochensicht attestiert, dass wirklich nicht viel Bewegung zu sehen war. In der Vorwoche hatte ich den Widerstand bereits skizziert, über den der DAX bisher nicht hinwegkommen konnte. Daher ändert sich an der Signallage wenig, wohl aber am Umfeld und den Rahmenbedingungen, vor allem aus der Ecke politischer Impulse! Doch lesen Sie selbst meine Wochenzusammenfassung und den charttechnischen Ausblick auf den DAX in der 12.Kalenderwoche 2018.

 

Veränderungen in der US-Regierung, aber nicht im DAX

 

Dem DAX kann man wohl Frühlingsmüdigkeit unterstellen. Oder kämpft er vielmehr mit der Zeitumstellung in den USA, welche bereits vollzogen wurde und damit die Handelszeiten zu Europa eine Stunde enger koppelt?

Die Bandbreite des Deutschen Aktienindex betrug innerhalb der Woche vom Tief von 12.162 Punkten bis zum Hoch von 12.459 Punkten rund 300 Punkte. Erstaunlich dabei war, dass diese Bandbreite allein am Dienstag vollzogen wurde. Alle anderen Tage bewegten sich in dieser "Tagesrange" und zeigten keine darüber hinausgehenden Impulse - weder long noch short. Vom Volumen her stach jedoch der Freitag heraus, an dem Optionen und Futures am Terminmarkt abgerechnet wurden. Sie kennen den dreifachen Verfallstag sicher unter dem Namen "Hexensabbat". Nun aber für den Überblick die Wochenbilanz im Detail:

 

Im Vergleich zur Wall Street bedeutete das leichte Wochenplus dennoch eine deutliche Outperformance. Denn der Dow Jones verlor 1,5 Prozent und auch der Nasdaq korrigierte um 1,1 Prozent im Wochenvergleich. Hier schwangen die Androhungen von Strafzöllen und weiteren personellen Veränderungen aus dem Team von Donald Trump deutlich mit. Allein die Entlassung von Außenminister Rex Tillerson per Twitter sorgte schon für Unruhe. Dies traf den Dow Jones sozusagen vorbörslich und sorgte für erhöhte Volatilität. Dies zeigte ich an dieser Stelle im Forum auf:

Die Personalien sind damit auch nicht abgeschlossen. Erst jetzt am Wochenende folgte ein weiteres Kapitel - der FBI-Vizedirektor Andrew McCabe muss gehen und wird per Twitter noch einmal gedemütigt:

Andrew McCabe GEFEUERT, ein großartiger Tag für die hart arbeitenden Männer und Frauen des FBI - ein großartiger Tag für die Demokratie.

Quelle:

Kurz vor seinem Rentenanspruch wohlgemerkt, doch das spielte zwischenmenschlich scheinbar auch keine Rolle mehr. Entsprechenden Gegenwind gab es natürlich auch, in Form vom ehemaligen Direktor des US-Auslandsgeheimdienstes CIA, John Brennan. Dieser twitterte u.a.:

...Sie können Andy McCabe zum Sündenbock machen, aber Sie werden Amerika nicht zerstören ... Amerika wird über Sie triumphieren

Der Einwurf in dieser Chartanalyse soll nur aufzeigen, mit welchen Problemen Amerika auch abseits der Wirtschaft zu kämpfen hat. Es war daher wenig verwunderlich, dass der DAX mit einer neuen Regierung im Rücken relative Stärke zeigte. Ein wenig geht dies wirtschaftlich sicherlich auch auf das Konto der Euro-Schwäche in der Vorwoche. Ebenso auf die stabile Umsetzung des Börsengangs der Siemens-Tochter Healthineers am Freitag. Währenddessen der Verfallstag nur eine untergeordnete Rolle spielte und man eher sagen muss: "nach dem Verfall ist vor dem Verfall".

Insofern könnten sich die Märkte USA und Europa in der kommenden Woche wieder annähern. Wer folgt wem hierbei?Betrachten wir somit den DAX genauer im Ausblick.

 

Ausblick auf die neue Handelswoche

 

Die große Signallage aus der Vorwochenanalyse (hier nachzulesen) hat sich nicht geändert. Der Widerstandsbereich wurde nicht überwunden. Mein Titel der Vorwoche "Erholung im DAX bis zum Widerstand vorerst" traf den Nerv der Marktteilnehmer und damit auch das Chartbild aus der Vorwoche im Stundenchart (zur Erinnerung):

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DAX-Chartanalyse: Erholung im DAX bis zum Widerstand vorerst
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