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Merkel trifft Rasmussen: Ukraine soll Transitland für Erdgas bleiben
Foto: Pichit Boonhuad - 123rf Stockfoto

Merkel trifft Rasmussen Ukraine soll Transitland für Erdgas bleiben

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
12.04.2018, 15:06  |  844   |   |   

BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bei einem Treffen mit dem dänischen Ministerpräsidenten Lars Løkke Rasmussen die politische Bedeutung des Ostsee-Pipeline Projekts "Nord Stream 2" für die Ukraine betont. Zwischen Dänemark und Deutschland herrsche große Einigkeit, dass die Ukraine auch weiterhin eine große Rolle als Transitland für russisches Erdgas spielen müsse, sagte Merkel am Donnerstag in Berlin. Das Bauvorhaben habe neben der wirtschaftlichen eine politische Dimension. Noch deutlicher wurde Rasmussen: "Ich denke, die ukrainische Position ist die wichtigste hier, die man berücksichtigen muss."

Nord Stream 2 soll russisches Erdgas über die Ostsee nach Mittel- und Westeuropa transportieren. Die Ukraine befürchtet eine sicherheitspolitische Verschlechterung, sollte sie als Erdgas-Transitland für Russland entbehrlich werden. Für die Ukraine und andere osteuropäische Länder sind Transitgebühren für russisches Gas zudem eine wichtige Einkunftsquelle. In der EU warnen Kritiker des Pipeline-Projekts vor einer Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen.

Nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko am Dienstag hatte Merkel bereits angekündigt, beim Bau der Pipeline die ukrainischen Bedenken berücksichtigen zu wollen. "Es kann nicht sein, dass durch Nord Stream 2 die Ukraine keinerlei Bedeutung mehr im Blick auf den Transit von Erdgas hat." In der Vergangenheit hatte Deutschland vor allem die wirtschaftliche Bedeutung des Projekts betont./bcf/DP/stw

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