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Nachträgliche Kaufempfehlung durch Consumer Reports Nach Software-Update: Teslas Model 3 bremst jetzt fast normal

31.05.2018, 14:06  |  2630   |   |   

Wegen schlechter Bremsen hatte Teslas Model 3 keine Kaufempfehlung durch das US-Verbrauchermagazin „Consumer Reports“ erhalten. Mit einem Software-Update konnte das Problem zu mindestens teilweise behoben werden. Nachträglich kam nun auch eine Kaufempfehlung, was an den US-Börsen honoriert wurde.

Ein Software-Update hat bei Teslas Model 3 zu einer deutlichen Verkürzung des Bremswegs geführt. Deshalb empfiehlt das US-Verbrauchermagazins „Consumer Reports“ den Mittelklasse Stromer nun doch zum Kauf. Zuvor hatte das mit der Stiftung Warentest vergleichbare US-Verbrauchermagazin wegen eines zu langen Bremswegs keine Kaufempfehlung ausgesprochen (siehe hier).

Tesla-Chef Elon Musk bedankte sich per Twitter über das „kritische Feedback“ und stellte weitere Verbesserungen in Aussicht: „Ich schätze wirklich das qualitativ hochwertige Feedback von @ConsumerReports. Für Straßenlärm und Fahrkomfort werden ebenfalls Lösungen erarbeitet. Verbesserungen des User Interfaces werden per Remote-Softwareupdate später in diesem Monat kommen.“

Jake Fisher, Cheftester bei Consumer Reports, sagte in einer Presseerklärung: „Ich bin seit 19 Jahren bei Consumer Reports und habe mehr als 1.000 Autos getestet. Ich habe nie erlebt, dass ein Auto seine Fahrleistung mit einem Over-the-Air-Update verbessern kann.“ Die Bremsleistung konnte um rund 6 Meter verbessert werden. Bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h kommt das Model 3 jetzt schon nach 40, statt nach 46 Metern, zum Stehen. Dies ist jedoch immer noch kein sehr guter Wert. Zum Vergleich: Ein VW Golf Variant 2.0 TDI BMT hat laut dem ADAC einen Bremsweg von 33,1 Metern.

An den amerikanischen Börsen kommt die nachträgliche Kaufempfehlung durch Consumer Reports indes gut an. Die Tesla-Aktie schloss an der Nasdaq den gestrigen Handelstag fast drei Prozent im Plus ab.

Tesla

Quellen:
ADAC: „Welches Automodell bremst am besten?“
CR: „Tesla Model 3 Gets CR Recommendation After Braking Update”

Wertpapier
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4 Kommentare

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Kommentare

Zitat von ichschreibhiermalmit: Wie kann es sein, dass man über Programm-Updates die Bremsleistung variieren kann, an Systemen, die eigentlich autark funktionieren und hardwarenahe eingebettet sein sollten?
Was können die denn noch ändern, wenn denen mal danach ist?
Wie wird verhindert, dass Unbefugte an solchen Parameter rumspielen?
Ist sichergestellt, dass bei einem (Teil-)Ausfall einer der übergeordneten Systeme, die (vollständige) Bremsleistung ansteht?
Wie kann es sein, dass solch desolate Ergebnisse überhaupt durch den Hersteller vorkommen?
Wie steht es um andere sicherheitsrelevante Aspekte der Fahrzeuge, wurden diese auch herstellerseits derart stümperhaft bearbeitet, dass man dann später mal im Feld feststellt, das die Ergebnisse, die man erzielt hat, mal vor 15-20 Jahre Stand der Technik waren und kann man die dann auch mit ein paar Updates beheben?
Wie kann sichergestellt werden, dass alle Fahrzeuge, die draußen rumfahren, den aktuellen und sicheren Stand haben?


Bei Ekektroautos kommt ein Teil der Bremswirkund durch Induktion (Rekuperation) - dies kann man dann natürlich auch per Software verändern.
Dass sollte aber bei einer Villbtremsung keine Rolle spielen, da die Bremswirkung dann ausreichen sollte die Räder zum blokieren zu bringen und als Folge das ABS einsetzt.

Für den Bremsweg sind dann eher die Reifen, die Gewichtsverteilung und die Aerodynamik verantwortlich. Insbesondere ist der Abtrieb (Form der Karosserie und Spoiler) ein Weg den Bremsweg zu verkürzen. Natürlich sollten die Bremsen auch nicht zu heiß werden ...
Zitat von ichschreibhiermalmit: Wie wird verhindert, dass Unbefugte an solchen Parameter rumspielen?


Wozu? Zukünftig werden die Nichtlinientreuen einfach auf 200km/h durchbeschleunigt und gezielt auf den nächsten Betonpfeiler geklatscht und schon ist das spurenvernichtende Feuerwerk gezündet - schuld aber ist ja sowieso immer der struntzdumme Teslafahrer, wie wir nun alle gelernt haben! :cry: :laugh::laugh::laugh:
Wie kann es sein, dass man über Programm-Updates die Bremsleistung variieren kann, an Systemen, die eigentlich autark funktionieren und hardwarenahe eingebettet sein sollten?
Was können die denn noch ändern, wenn denen mal danach ist?
Wie wird verhindert, dass Unbefugte an solchen Parameter rumspielen?
Ist sichergestellt, dass bei einem (Teil-)Ausfall einer der übergeordneten Systeme, die (vollständige) Bremsleistung ansteht?
Wie kann es sein, dass solch desolate Ergebnisse überhaupt durch den Hersteller vorkommen?
Wie steht es um andere sicherheitsrelevante Aspekte der Fahrzeuge, wurden diese auch herstellerseits derart stümperhaft bearbeitet, dass man dann später mal im Feld feststellt, das die Ergebnisse, die man erzielt hat, mal vor 15-20 Jahre Stand der Technik waren und kann man die dann auch mit ein paar Updates beheben?
Wie kann sichergestellt werden, dass alle Fahrzeuge, die draußen rumfahren, den aktuellen und sicheren Stand haben?
Der BMW M3 hat eine Bremsweg von 33,2 Metern - verdammt schwach, was Tesla hier mit 40 Metern nach Optimierung abliefert!

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