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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Erholt dank Jobdaten und Entspannung in Italien
Foto: Justin Lane - dpa

ROUNDUP/Aktien New York Schluss Erholt dank Jobdaten und Entspannung in Italien

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
01.06.2018, 22:33  |  1382   |   |   

NEW YORK (dpa-AFX) - Dank eines starken US-Arbeitsmarktberichts und der Erleichterung über eine vorzeitige politische Lösung in Italien hat der New Yorker Aktienmarkt am Freitag Gewinne eingefahren. Der Dow Jones Industrial erholte sich mit einem Plus von 0,90 Prozent auf 24 635,21 Punkten von seinem Vortagesverlust. Auf Wochensicht bedeutet dies jedoch ein Minus von einem knappen halben Prozent. Seit Jahresanfang ist die Bilanz ebenfalls negativ.

Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Freitag um 1,08 Prozent hoch auf 2734,62 Punkte. Noch deutlicher im Plus mit 1,67 Prozent auf 7083,93 Punkten stand der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 , der dabei von einem deutlichen Kurszuwachs der Alphabet-Aktien angeschoben wurde.

Nachdem am Donnerstag noch Sorgen vor einem sich wieder verschärfenden Handelskonflikt zwischen den USA und anderen Ländern den Markt geprägt hatten, überzeugte die Anleger zum Wochenausklang der US-Arbeitsmarktbericht für den Monat Mai. Die US-Wirtschaft schuf mehr Arbeitsplätze als erwartet. Zudem stiegen die Löhne und Gehälter stärker als gedacht. Die BayernLB sprach von einer sehr guten Entwicklung. "Insgesamt ergibt sich aus den Daten ein robustes Bild vom US-Arbeitsmarkt, sodass die US-Notenbank Fed an ihrer Politik gradueller Leitzinserhöhungen festhalten kann", hieß es von der Helaba.

Zudem hatte sich die Stimmung in der US-Industrie im Mai überraschend stark aufgehellt. Und in Italien wurde eine neue Regierung vereidigt, womit Neuwahlen vermieden wurden und damit ein Unsicherheitsfaktor für die Märkte wegfällt. An Europas Börsen waren daher die Anleger mit Kursgewinnen ebenfalls gut gelaunt ins Wochenende gegangen.

Beim italienisch-amerikanischen Autobauer Fiat Chrysler spielt die italienische Kernmarke Fiat künftig eine geringere Rolle. Der scheidende Konzernchef Sergio Marchionne setzt in seinem neuen Fünfjahresplan vor allem auf die Marken Jeep, Alfa Romeo, Maserati und die noch recht junge Chrysler-Marke Ram. Zudem gibt Marchionne den Konzern nun schuldenfrei in neue Hände.

Für die in New York gehandelten Anteile ging es dennoch um 7,23 Prozent abwärts. Sie waren an den vorangegangenen Tagen allerdings kräftig gestiegen, als Meldungen zur neuen Strategie bereits durchgesickert waren. Daher nahmen Anleger nun Gewinne mit. Seit der Fusion von Fiat und Chrysler im Herbst 2014 hat die Aktie um fast 350 Prozent zugelegt - so stark wie keine andere aus der Branche. Im Mai verkaufte der Hersteller in den USA zudem mehr Fahrzeuge als von Experten erwartet. Auch Ford konnte beim Absatz zulegen, während am Markt mit einem Rückgang gerechnet wurde. Die Ford-Aktien gewannen 1,39 Prozent.

Die Papiere der Google-Mutter Alphabet verteuerten sich um 3,18 Prozent. Die Google-Schwesterfirma Waymo wird ihre Flotte selbstfahrender Autos mit bis zu 62 000 weiteren Minivans von Chrysler ausbauen. Dies sei ein großer Schritt in Richtung Masseneinsatz, schrieb Analyst Brian Nowak von Morgan Stanley. Nachdem zuletzt der japanische Softbank-Konzern in die Roboterwagen-Tochter Cruise von General Motors (GM) investiert habe, nehme das Rennen in der Entwicklung autonom fahrender Autos Fahrt auf.

Die Aktien von US-Stahlproduzenten wie US Steel , Nucor und AK Steel legten um jeweils mehr als 2 Prozent zu. Sie profitierten weiter von der Erlassung von US-Strafzöllen auf Stahlimporte aus EU-Ländern, Mexiko und Kanada.

Erneut gab es zum Wochenausklang Geschäftszahlen von Einzelhändlern, und erneut sorgten diese für kräftige Kursbewegungen. So überraschte die Textilhandelskette Abercrombie & Fitch mit ihrem Umsatz im ersten Quartal positiv. In der Telefonkonferenz ließ das Management aber durchblicken, dass in den Übersee-Märkten die Maßnahmen zur Aufpolierung der Filialen bisher noch nicht zu einer deutlich höheren Kundenfrequenz geführt hätten. Die Aktien sackten um 8,72 Prozent ab.

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