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Immobilien Baukindergeld soll es nur bis 120 Quadratmeter Wohnfläche geben

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
22.06.2018, 20:39  |  1569   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die schwarz-rote Bundesregierung könnte vielen Immobilienkäufern einen Strich durch die Rechnung machen, wenn sie sich in ihrer Kalkulation auf das sogenannte Baukindergeld verlassen. Wie aus dem Bereinigungsentwurf zum Bundeshaushalt hervorgeht, über den die "Welt am Sonntag" berichtet, plant das Finanzministerium, die Wohnfläche zu begrenzen, bis zu der es die geplanten 1.200 Euro pro Kind und Jahr geben soll. Damit zieht der Bund zusätzlich zur Einkommensgrenze von 90.000 Euro zu versteuerndem Familieneinkommen eine zweite Obergrenze ein, die Mitnahmeeffekte verhindern soll.

Gerade auf dem Land könnte diese Maßnahme unwillkommen sein. Während in den Ballungszentren angesichts steigender Preise die Wohnflächen sinken, liegt das durchschnittliche Einfamilienhaus eher darüber. Von 150 Quadratmetern Durchschnittswohnfläche pro Haus in Deutschland berichten Hersteller von Fertighäusern. Bei der CSU, deren Idee im Wahlkampf das Baukindergeld war, dürfte die Grenze ebenfalls zu Diskussionen führen. Die FDP kritisiert: "Statt die Familien beim Kauf einer Immobilie steuerlich zu entlasten, wird eine alte aus guten Gründen abgeschaffte Subvention von den Toten aufgeweckt und dann auch noch willkürlich, unabhängig vom Einkommen, begrenzt", sagt Haushaltsexperte Otto Fricke. "Wer für die Familie 119 Quadratmeter in Starnberg kaufen kann bekommt die Subvention, wer für 121 Quadratmeter ein renovierungsbedürftiges Haus in einer alten Bergmannssiedlung im Ruhrgebiet kauft, schaut in die Röhre."


2 Kommentare

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Kommentare

Die Zahlen zu den Einkommensgrenzen sind nicht korrekt.

https://www.kfw.de/inlandsfoerderung/Privatpersonen/Baukindergeld/

Anstatt die Wohnfläche pauschal zu begrenzen, sollte man vielleicht eine Grundfläche plus XX QM pro Kind hernehmen.

Apropos 12.000 € pro Kind, verteilt über zehn Jahre:
Was, wenn die Kinder schon ein Alter erreicht haben, bei dem davon ausgegangen werden kann, dass die in zehn Jahren schon längst nicht mehr im elterlichen Haushalt leben?
Wo bleiben die großspurig vor der Wahl versprochenen Steuererleichterungen? Die hohen Steuereinnahmen werden dazu benötigt, dass Merkel Zugeständnisse an die EU mit finanziellenZusagen erkauft.
Was sagt der Bund der Steuerzahler dazu? Der müßte mal kontinuierlich stänkern.

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