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BaFin Deutsche Finanzaufsicht bereitet sich auf Banken-Crash vor

09.08.2018, 11:52  |  40335   |   |   

Die obersten deutschen Bankenaufseher bereiten sich mit einer Art schnellen Eingreiftruppe auf die wachsenden Probleme von Banken vor.

"Es ist ein Szenario denkbar, in dem die Konjunktur schwächelt, deshalb mehr Kredite ausfallen und gleichzeitig die Zinsen nochmals sinken", sagte der für Bankenaufsicht zuständige BaFin-Exekutivdirektor Raimund Röseler im Gespräch mit Journalisten der "WirtschaftsWoche" (WiWo). "Wir rechnen damit, dass in diesem Fall in den kommenden Jahren mehr Banken Probleme bekämen", so Röseler.

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Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) kontrolliert alle Bereiche des Finanzwesens in Deutschland. Die Kontrolle großer Banken wie die der Deutschen Bank oder der Commerzbank werden von der Europäischen Zentralbank übernommen.

Experten der Europäischen Bankenaufsicht berichten, dass die Summe der Problem-Kredite in deutschen Banken im Vergleich zu Griechenland (44,9 Prozent) und Zypern (38,9 Prozent) eine niedrige Faule-Kredite-Quote von 1,9 Prozent habe. In deutschen Bankenbüchern stünden demnach 49,6 Milliarden Euro an Krediten im Feuer. Für kleinere, deutsche Banken könnten diese zum existentiellen Problem werden.

Damit sie für eine eventuelle Bankenkrise vorbereitet sind, richten BaFin-Manager eine neue Einheit für die "intensive Betreuung angeschlagener Banken" ein, berichtet die "WiWo". "Sie soll sicherstellen, dass die betroffenen Institute wirksam gegensteuern und auch unpopuläre Maßnahmen wirklich umsetzen", erklärte BaFin-Direktor Röseler. Mit "unpopulären Maßnahmen" meint Röseler mögliche Sanktionen der BaFin. Dazu gehören z. B. der Verzicht auf die Ausschüttung von Boni und Dividenden.

Die neue Task-Force der BaFin würde im Krisenfall vor allem bei angeschlagenen privaten Banken aktiv werden, denn Sparkassen und Genossenschaftsbanken könnten Krisen ihrer Institute über ihren Verbund ausgleichen.

BaFin-Manager rechnen damit, dass immer mehr Banken in Schieflage geraten. Die Erträge der Banken würden weiter sinken, während sie gleichzeitig ihre Risikovorsorge für notleidende Kredite erhöhen müssten. Aktuell bewege sich die Risikovorsorge wegen der seit vielen Jahren gut laufenden Konjunktur auf sehr niedrigem Niveau. Trotzdem sind viele deutsche Banken kaum profitabel, beschreibt die BaFin den möglichen Banken-Crash.

Quellen:

WirtschaftsWoche

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Kommentare

Zitat von Biggfood: Dass die MArktkapitalisierung derzeit bei 13,74 Mrd Euro und weniger als 2008 beträgt sollte als Übertreibung nach Unten angesehen werden.

Man kann die derzeitige Situation nicht mit 2008 vergleichen.

Es hat sich am Markt ein Zeitfenster eröffnet für lukrative Käufe .

BAsf , Daimler, Henkel, insgesamt viele Top Dax Werte sind nun deutlich zurückgekommen.....


Könnte es nicht sein, dass jetzt der ganz große Abstieg der deutschen Unternehmen beginnt? Sind in den zurück liegenden Jahren nicht viele völlig falsche wirtschaftspolitische Entscheidungen getroffen worden, die jetzt die deutsche Wirtschaft in die Knie zwingen werden? Kann es daher nicht sein, dass die o.g. TOP-Werte noch viel viel weiter abstürzen werden? Ist der DAX mit 12000 (2008/2009 war der DAX unter 4000) nicht viel, viel zu hoch? Könnte das nicht, insb. die DB mit Ihren gewaltigen Derivaten (vgl. BaFin-Statement) und den Boni-Bankern, in den Untergang treiben? Kommen diese ganzen Themen ggf. ganz schnell nach der Europawahl alle geballt an die Oberfläche und forcieren somit die Abwicklung der DB?
Dass die MArktkapitalisierung derzeit bei 13,74 Mrd Euro und weniger als 2008 beträgt sollte als Übertreibung nach Unten angesehen werden.

Man kann die derzeitige Situation nicht mit 2008 vergleichen.

Es hat sich am Markt ein Zeitfenster eröffnet für lukrative Käufe .

BAsf , Daimler, Henkel, insgesamt viele Top Dax Werte sind nun deutlich zurückgekommen.....
Zitat von DocEx: Man ist ja richtig abgestumpft gegenüber solchen Katastrophenmeldungen.
Aber dieses Mal könnte es ernst werden.
Hoffentlich müssen sich die Bankbesitzer selbst retten. Das haben uns der ESM-Gouverneur Schäuble und der oberste EU-Kommissar Juncker sowie EZB-Chef Draghi versprochen.


Ist irgendwie aktueller denn je, oder?
Auf Bloomberg zu lesen, und wieder sieht man wie Sewing an den richtigen Stellschrauben dreht zum Wohle der Erträge:
The bank picked an opportune moment to talk. Early last month, as Moody’s Investors Service lifted the firm’s issuer rating by two notches to A3. Many hedge funds use those grades to calculate how much assets they demand as a safety cushion from their counterparty. The lender’s prime finance unit has seen collateral worth billions of dollars flow back to the bank as a result, two people said.

Read more: Deutsche Bank expects record balances as hedge funds return

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