"Hetzjagd in Chemnitz" Sie wollen, dass es Pogrome waren

Gastautor: Rainer Zitelmann
07.09.2018, 14:04  |  5615   |   |   

Die Legende von der angeblichen "Hetzjagd" und "Pogromen" in Chemnitz zerfällt immer mehr. Perfide ist: Statt sich darüber zu freuen, dass es sich um Fehlmeldungen handelte, hat man den Eindruck, dass sich Grüne und Linke geradezu wünschen, es habe die Pogrome wirklich gegeben. Aufschlussreich ist ein Vergleich zu den Reaktionen nach den gewalttätigen Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg.

Auch wenn Merkel stur bleibt, so steigen die Zweifel bei jedem, der versucht, objektiv an die Sache heranzugehen. Nach dem Generalstaatsanwalt von Sachsen und dem Ministerpräsident von Sachsen äußerte nun auch Hans-Georg Maaßen, Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz, gegenüber der "Bild"-Zeitung deutliche Zweifel und widerspricht damit der Kanzlerin: "Die Skepsis gegenüber den Medienberichten zu rechtsextremistischen Hetzjagden in Chemnitz werden von mir geteilt. Es liegen dem Verfassungsschutz keine belastbaren Informationen darüber vor, dass solche Hetzjagden stattgefunden haben", sagte Maaßen der Zeitung. Es gebe keine Belege dafür, dass ein in TV und Internet gezeigtes Video, das Hetzjagden zeigen soll, authentisch ist. Maaßen sagt: "Nach meiner vorsichtigen Bewertung sprechen gute Gründe dafür, dass es sich um eine gezielte Falschinformation handelt, um möglicherweise die Öffentlichkeit von dem Mord in Chemnitz abzulenken."

Wortklauberei?
Obwohl Merkel von Video-Beweisen sprach, werden diese nicht vorgelegt. Warum eigentlich nicht? Stattdessen tut man die Sache nun als Wortklauberei ab. Jürgen Trittin und andere linke Politiker sprachen sogar von "Pogromen". Auf seiner Website verkündete er: "Es ist Jagd auf Andersaussehende gemacht worden - das nennt man einen Pogrom. Das ist nicht das erste Mal in Sachsen."

Es lohnt sich einmal, bei Wikipedia nachzuschauen, was Pogrome sind: Liste von Pogromen und Rassenunruhen

Dass ein rechtsextremer Fanatiker einer anderen Person nachsetzt - und dies wurde auf dem Video gezeigt - ist schlimm genug, passt aber eindeutig nicht in diese Auflistung historischer Pogrome. In Wahrheit werden durch die Inflationierung des Begriffes wirkliche Pogrome verharmlost.

Erinnern Sie sich an G20?
Auffällig ist, dass die gleichen Politiker - besonders von Grünen und Linken -, die jetzt unbedingt wollen, dass es sich um Pogrome gehandelt habe, nach den G20-Ausschreitungen in Hamburg bestritten, dass es sich um linke Gewalt gehandelt habe, weil Linke ja gut seien und daher gar nicht gewalttätig sein könnten - so die Logik der Argumentation damals.

"Die Gewalt bei G20 in Hamburg war weitaus exzessiver und damals haben mir linke Freunde weismachen wollen, dass das nicht so schlimm ist wie die Gewalt, die von den G20 selbst ausgeht. Die Beweise für Gewalt und Ausländerjagd in Chemnitz sind eher dürftig, zahlenmäßig im einstelligen Bereich. Kein Vergleich insoweit mit G20 oder der ersten Kölner Silvesternacht." Diese Sätze kommen von einem Grünen - dem grünen Oberbürgermeister von Tübingen Boris Palmer. In seiner eigenen Partei ist er freilich ein krasser Außenseiter.

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"Hetzjagd in Chemnitz" Sie wollen, dass es Pogrome waren Die Legende von der angeblichen "Hetzjagd" und "Pogromen" in Chemnitz zerfällt immer mehr. Perfide ist: Statt sich darüber zu freuen, dass es sich um Fehlmeldungen handelte, hat man den Eindruck, dass sich Grüne und Linke geradezu wünschen, es habe die Pogrome wirklich gegeben. Aufschlussreich ist ein Vergleich zu den Reaktionen nach den gewalttätigen Ausschreitungen beim G20-Gipfel in Hamburg.



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