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Aktien Frankfurt Ausblick: Anleger warten auf die EZB
Foto: Frank Rumpenhorst - dpa

Aktien Frankfurt Ausblick Anleger warten auf die EZB

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
13.09.2018, 08:25  |  812   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) dürften sich die Anleger am deutschen Aktienmarkt vorerst bedeckt halten. Rund eine Dreiviertelstunde vor dem Handelsstart signalisierte der X-Dax für den deutschen Leitindex ein leichtes Minus von 0,11 Prozent auf 12 019,15 Punkte. Für den EuroStoxx 50 deutet sich ebenfalls ein leichter Rückgang an.

Seit einer Woche schon müht sich der Dax an der psychologisch wichtigen Hürde ab, unter die er kürzlich erstmals seit April gefallen war. Am Vortag hatte der Leitindex die Marke zwar wieder überwunden, doch Marktexperten halten immer noch einen Rückfall bis auf 11 700 Punkte für möglich.

Von der EZB-Leitzinsentscheidung an diesem Tag werden indes nur wenig Impulse erwartet. "Anleger interessieren sich vor allem dafür, wie die EZB das Geld aus fälligen Anleihen dann reinvestieren will", schrieb Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners. Es ist davon auszugehen, dass die Notenbanker den Leitzins unverändert auf dem seit zwei Jahren geltenden Rekordtief von null Prozent halten werden. Die Frage ist, wie es mit dem milliardenschweren Anleihekaufprogramm weiter geht. Konsens herrscht, dass die EZB den Umfang ab Oktober auf 15 Milliarden Euro pro Monat reduzieren wird. Einige Beobachter halten sogar einen endgültigen Schlussstrich unter die Ankäufe zum Jahresende für möglich.

Neben dem EZB-Treffen und dem Zinsentscheid der Bank of England dürften die Anleger auf die heutigen Äußerungen der türkischen Notenbank in Ankara schauen. Dort wird es um die zentrale Frage gehen, ob diese angesichts der ausufernden Inflation das verloren gegangene Vertrauen in das Schwellenland wieder herzustellen vermag. Zwar ist die Schwellenländerproblematik zuletzt etwas aus dem Fokus der Anleger gerückt, doch die weiterhin schwelenden Probleme könnten schnell wieder zum Störfeuer für die Börsen werden.

Als größter Hemmschuh für die hiesigen Märkte entpuppt sich derzeit der Handelskonflikt zwischen den USA und China. Zuletzt gab es hier immerhin wieder einen Lichtblick: Die USA haben Peking eine neue Runde von Handelsgesprächen angeboten. Die Wall Street konnte die Nachricht indes nur kurz befeuern. Dort gaben die Kurse nach dem Handelsschluss am deutschen Markt leicht nach, sodass auch von dort aktuell kein zündender Funke für den Dax zu sehen ist. An den asiatisch-pazifischen Börsen zeichnete sich am Donnerstag keine einheitliche Tendenz ab.

Unternehmensseitig macht nach den jüngsten Spekulationen um eine Fusion mit der Commerzbank die Deutsche Bank erneut von sich reden: Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" zeigt ein chinesischer Staatsfonds Interesse an der Beteiligung des klammen Mischkonzerns HNA an der Deutschen Bank. Ein Händler wertete die Nachricht als leicht positiv für die Aktie. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete zudem unter Berufung auf eine mit der Sache vertraute Person, das Geldinstitut erwäge eine Holdingstruktur.

Vom Flughafenbetreiber Fraport haben die Anleger am Morgen Verkehrszahlen zu verdauen. Im weiteren Tagesverlauf werden die Absatzzahlen des Autobauers BMW für den vergangenen Monat erwartet.

Aus den hinteren Börsenreihen servierte der Essenslieferant Delivery Hero seine endgültigen Zahlen für das zweite Quartal und berichtete von einem guten Start in das dritte Jahresviertel. Die Startup-Schmiede Rocket-Internet kündigte unterdessen mit dem Online-Möbelhändler Westwing einen weiteren Börsengang eines Unternehmens aus ihrem Portfolio an. Vorbörslich ging es für den Rocket-Kurs nach oben./tav/fba

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