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Globaler Handelsstreit – nicht die einzige Herausforderung für deutsche KMU

27.09.2018, 10:19  |  256   |   |   

Entspannt sich der internationale Handelskonflikt, läuft es wieder rund im Mittelstand. Diese Gleichung wird zur Milchmädchenrechnung und könnte einige Unternehmen nachlässig werden lassen – ein Fehler gleich in mehrfacher Hinsicht!

Wie stark deutsche KMU von den Entwicklungen im internationalen Handelsstreit beeinflusst werden, zeigen nicht zuletzt die Zahlen des jüngsten KfW-ifo-Mittelstandsbarometers. Kaum ist ein vorläufiger Waffenstillstand im Konflikt zwischen den USA und der EU vereinbart, wächst der Optimismus im deutschen Mittelstand; so legt der Geschäftsklima-Index zum zweiten Mal nacheinander zu, diesmal um 2,6 auf 17,3 Punkte. Noch deutlicher steigen die Erwartungen, sie klettern um 4,8 auf 7,1 Punkte. Grundsätzlich zeigen sich die KMU mit der aktuellen Entwicklung sehr zufrieden, worauf nicht zuletzt die 28,2 Punkte aus der Lagebeurteilung hindeuten, ein auch im historischen Vergleich hoher Wert. Kurzum: Es sieht momentan alles sehr entspannt aus bei den deutschen Mittelständlern.

Neue Allianzen?

Nun hat uns die jüngere Vergangenheit aber eines gelehrt: Das einzig Berechenbare ist die politische Unberechenbarkeit geworden. Und so ist nicht ausgeschlossen, dass es zu erneuten Verschärfungen im globalen Handelskonflikt kommt – wenn nicht zwischen den USA und Europa, dann möglicherweise zwischen anderen Parteien. So zeichnet sich derzeit eine neue Allianz zwischen Russland und China ab, was man etwa in den USA sicherlich zumindest mit einer gehörigen Skepsis betrachtet. Gibt es in den internationalen Handelsbeziehungen den nächsten Rückschlag, und der Konflikt geht in die nächste Runde oder erreicht gar eine neue Dimension, kann es auch mit der guten Laune der Mittelständler ganz schnell wieder vorbei sein.

Da gibt es doch auch noch die Digitalisierung …

So schön also die Momentaufnahme auch sein mag: Der Mittelstand sollte es sich nicht allzu bequem machen. Es wäre der falsche Weg, darauf zu vertrauen, dass das aktuelle Stimmungshoch ewig anhält. Vor allem bei der Finanzierung sollten sich KMU eine gewisse Flexibilität bewahren – denn zusätzlich zu den Duellen auf der ganz großen weltpolitischen Bühne stehen ganz nebenbei noch so alltägliche Herausforderungen wie Fachkräftemangel und Digitalisierung auf dem Programm. Und diese können nicht minder auf die Stimmung der Unternehmer schlagen.

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