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Aktien Frankfurt Eröffnung DAX bleibt angezählt - Debatte über Zahl der Zinserhöhungen in 2019 beginnt

Gastautor: Jochen Stanzl
10.10.2018, 09:40  |  888   |   |   

So ein Reversal wie gestern haben wir dieses Jahr im Deutschen Aktienindex schon ein paar Mal genau an dieser Stelle gesehen. Dass die Kurse gestern gestiegen sind, muss also erstmal nichts heißen. Der Markt ist an zentralen Unterstützungen angelangt und die Bewegung nach oben erst einmal nur technischer Natur. Auf diesem Niveau liefern sich Käufer und Verkäufer ein hitziges Gefecht, das noch Wochen andauern könnte. Erst über 12.000 Punkten könnte die Kauflaune am deutschen Aktienmarkt wieder zurückkommen.

Die Hoffnung auf eine Einigung der Regierung in Rom mit Brüssel kann auch schnell wieder enttäuscht werden. Und wenn Italien mit höheren Verschuldungsgrenzen bei der Kommission durchkäme, würde sich gleich die griechische Regierung melden, die das gleiche haben möchte. Zwischenzeitlich sahen wir eine Entspannung bei italienischen Staatsanleihen. Heute morgen aber steigen die Zinsen weiter. Die Unsicherheit um Italien ist weiter förmlich mit Händen greifbar.

In den USA betrachtet der Präsident die Zinsanhebungen der amerikanischen Notenbank als zu weit und zu schnell. Tatsächlich muss man sich angesichts der Kursbewegungen am Rentenmarkt in den vergangenen Tagen fragen, ob die Geldpolitik der Fed nicht langsam zum Problem für die Weltwirtschaft werden könnte. Die Börsen rechnen zu 84 Prozent damit, dass die Fed bei der übernächsten Sitzung im Dezember die Zinsen erneut anheben wird. Nur über die amerikanische Geldpolitik im Jahr 2019 herrscht noch Uneinigkeit. Bis Ende Juli 2019 liegt die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Zinsanhebung bis oder zu diesem Termin bei 38 Prozent, für zwei weitere Anhebungen bei 35 Prozent, acht Prozent sehen sogar drei weitere Zinsanhebungen im kommenden Jahr. Je nach dem wo sich die Mehrheit der Markterwartungen über die Zinspolitik der Fed in den kommenden Wochen einpendelt, kann der jüngste Anstieg der US-Renditen als zu stark, zu schwach oder gerade richtig eingestuft werden. Es beginnt jetzt die Debatte über die Zinsen im kommenden Jahr.

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