DAX-1,86 % EUR/USD-0,84 % Gold-0,75 % Öl (Brent)-0,75 %
Devisen: Euro legt zu -  Pfund steigt wegen Fortschritten bei Brexit-Gesprächen
Foto: Vladimir Koletic - 123rf

Devisen Euro legt zu - Pfund steigt wegen Fortschritten bei Brexit-Gesprächen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
01.11.2018, 17:08  |  405   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs und das britische Pfund haben am Donnerstag zum Dollar zugelegt. Händler verwiesen auf Berichte zu Fortschritten bei den Brexit-Gesprächen und eine insgesamt positive Stimmungen an den Finanzmärkten. Am Nachmittag kostete der Euro 1,1395 US-Dollar. Im frühen Handel hatte er nur knapp über der Marke von 1,13 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1393 (Mittwoch: 1,1318) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8777 (0,8835) Euro.

Dominiert wurde das Geschehen durch den Höhenflug des britischen Pfunds. Die Frage nach dem künftigen Zugang britischer Finanzdienstleister zu den EU-Märkten sorgte am Donnerstag für erhebliche Verwirrung. Während die britische Tageszeitung "The Times" über eine Einigung zwischen Großbritannien und der EU berichtete, sprach EU-Verhandlungsführer Michel Barnier von "irreführenden" Berichten. Das britische Pfund legte trotz der Aussagen von Barnier zu allen wichtigen Währungen zu.

"Es zeichnet sich immer mehr ab, wie ein Weg zum Brexit aussehen könnte", begründete Ulrich Leuchtmann, Devisenexperte von der Commerzbank die Kursgewinne beim Pfund. Die Briten könnten sich offenbar einen längeren Verbleib in der Zollunion mit der EU vorstellen. Zudem habe es zuletzt Signale gegeben, dass die härtesten Brexit-Befürworter in der Fraktion der regierenden Konservativen ihren Widerstand gegen eine Einigung aufgeben würden.

"Der Eurokurs profitiert von der insgesamt positiven Stimmung an den Finanzmärkten", sagte Leuchtmann. Angesichts der umstrittenen Haushaltspolitik Italiens sei der Euro zuletzt verstärkt wieder als riskante Währung wahrgenommen worden. Daher profitiere er von einer positiven Stimmung an den Märkten. Belastet wurde der Dollar zudem durch schwache Industriedaten. Der Einkaufsmanagerindex (ISM), ein wichtiger Frühindikator für den Sektor, war im Oktober überraschend stark gefallen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,88173 (0,88873) britische Pfund, 128,52 (128,15) japanische Yen und 1,1430 (1,1399) Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London auf 1231,15 (1214,95) Dollar festgesetzt./jsl/bgf/he

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Meistgelesene Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel