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DAX-Wochenplan: Kann sich der DAX von der 11.500 lösen?

DAX-Wochenplan Kann sich der DAX von der 11.500 lösen?

Gastautor: Andreas Mueller
11.11.2018, 09:23  |  8263   |   |   

Der DAX kam in der Vorwoche nicht vom Fleck und verharrt weiterhin an der 11500-Punkte-Marke. Folgende Ableitungen nehme ich an den Chartbildern zur Wochenvorbereitung meines Tradings hier vor.

Viel Bewegung um eine Marke - so könnte das Fazit der Handelswoche lauten. Dabei ist die Marke von 11.500 Punkten nicht neu, sondenr beschäftigt uns bereits mehrere Wochen. Sie galt im Oktober noch als Unterstützung und sorgte nach dem Durchbruch für einen schnellen Run zur runden 11.000er-Marke. Ebenso schnell war nun der Pullback zu vernehmen. Man konnte ihn in voller Stärke in der Vorwoche spüren, wie dieses alte Chartbild aus der Vorwochenanalyse aufzeigt:

 

 

Führen wir nun dieses Chartbild weiter, dann lief die darin dargestellte Gegenbewegung im Hochpunkt bis auf 11.648 Punkte am Donnerstag (XETRA) und im Endloskontrakt (hier XTB im Bild) bis knapp 11.700 Punkte weiter. Dies entspricht einer Handelsspanne von mehr als 600 Punkten beziehungsweise 5 Prozent Performance in Summe:

 

 

Hier waren immer wieder impulsive Bewegungen zum Handeln vorhanden, wie beispielsweise gleich am Montag an benannter Marke von 11.500 Punkten, wie hier im Forum aufgezeigt:

 

 

Das Setup entnahm ich dem Stundenchart, bei dem der Aufwärtstrend am Montag noch gegeben war.

 

 

Die Hochs der Vorwoche konnten dabei nicht mehr erreicht werden und es blieb bei der Erholungsbox, wie im Chartbild 2 dargestellt. Daran änderte auch die Fortsetzung der Erholung in den USA nichts. Dort fiel die Korrektur viel ausgiebiger aus.

Vergleicht man dies mit dem Dow Jones, wird man als Anleger leicht neidisch. Denn dieser legte um rund 2.000 Punkte vom Tiefpunkt Ende Oktober aus betrachtet zu und war in dieser Handelswoche "auf einmal" nur noch wenige hundert Punkte von seinem Allzeithoch entfernt. Ein direkter Vergleich der beiden Indizes zeigt auf, dass diese Schere bereits seit mehreren Monaten besteht:

 

 

Die Performance der Handelswoche ist daher nicht als Momentaufnahme zu werten, in der unser Aktienindex DAX um 0,09 Prozent zulegte aber der Dow Jones 2,84 Prozent Zugewinn verzeichnete. Oder in Punkten nur magere 10 Gewinnpunkte im Deutschen Aktienindex auf XETRA in dieser Woche zu registrieren waren.

 

Dafür war natürlich auch der spezielle Faktor "Midterm-Wahlen" in den USA ausschlaggebend. Mit der beibehaltenen Mehrheit im Senat wahrte US-Präsidente Donald Trump gerade so sein Gesicht und überspielte letztlich den Verlust des Repräsentantenhauses an die Demokraten. Die Redation von wallstreet-online berichtete dazu hier.

In der ersten Reaktion feierte die Börse dies auch und schien zur Tagesordnung beziehungsweise gleich zur Jahresendrallye überzugehen. Die Bekräftigung der US-Notenbank FED, dass die amerikanische Wirtschaft auf einem soliden Weg ist, schien dies zu untermauern.


Erst zum Wochenausklang kippte die Stimmung erneut etwas und die Kurse gaben wieder unter dieses Level nach. Wir schauen dennoch in diesem noch jungen Kalendermonat auf eine beeindruckende Rallye zurück, die nur wenig Luft zum Allzeithoch im Dow Jones ließ. Im Tageschart ist dies sehr gut sichtbar und wurde am Wochenende bereits im Forum diskutiert:

 

 

Damit reichte es im Wochenvergleich trotz Abgaben am Freitag für ein solides Plus von knapp 3 Prozent im Dow Jones und 1 Prozent im Nasdaq. Mittelfristig ist hier jedoch zumindest mit mehr Gegenwind für die aktuelle Regierung zu rechnen. Dies kann im Extremfall auch zu einer Lähmung bei wichtigen Entscheidungen führen, wenn sich der Senat und das Repräsentantenhaus "aus Prinzip" widersprechen sollten. Für die Börsen wäre dies ein denkbar schlechtes Zeichen.

Doch konzentrieren wir uns nun wieder auf den DAX und die relevanten Marken für die kommende Handelswoche.

 

Charttechnischer DAX-Ausblick

 

Als kurzfristiger Deckel hat sich in den vergangenen beiden Wochen der Bereich um 11.650/11.700 Punkten etabliert. Man kann diesen im Tageschart nun ebenfalls einzeichnen und als Barriere bzw. Trigger auf dem Weg zur Abwärtstrendlinie nutzen:

 

 

Um den Blick dafür zu schärfen, zoome ich in das Chartbild genauer hinein. Im 4-Stundenchart ist weiterhin die 11.500 als relevanter Dreh- und Angelpunkt im Chart sichtbar und hinzu kommt der gerade dargestellte kurzfristige Deckel nahe der 11.700:

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