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Daimler-Aktie: Was verbirgt sich eigentlich hinter der CASE-Strategie?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.01.2019, 09:03  |  485   |   |   

Die Automobilbranche steht definitiv vor einigen größeren Herausforderungen. Schlagworte wie E-Mobilität, Mobilitätsdienstleistungen und andere, zukünftig an Bedeutung gewinnende Themen werden schon bald über den Erfolg oder Nichterfolg der Autobauer entscheiden. Das birgt natürlich Chancen, aber auch Risiken.

Um sich diesen Aufgaben zu stellen, hat Daimler (WKN: 710000) bereits vor einiger Zeit seine sogenannte CASE-Strategie vorgestellt. Schauen wir mal, was sich hierhinter verbirgt und was Investoren diesbezüglich wissen sollten.

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CASE etwas aufgedröselt

Genau genommen ist die CASE-Strategie eigentlich Teil einer größeren Strategie. Bereits vor ca. einem Jahr hat Daimler seine sogenannte 5C-Strategie vorgestellt, die neben dem Schlagwort CASE auch die C-Begriffe Core für das Kerngeschäft, Culture für die Unternehmenskultur, Company für eine divisionale Struktur des Autokonzerns und Customer für die Fokussierung auf den Kunden beinhalten. Ganz schon C- und strategielastig, wenn du mich fragst. Aber sei’s drum.

CASE ist, wie gesagt, ebenfalls Teil dieser strategischen Ausrichtung und hinter diesem Akronym verbergen sich noch einmal die einzelnen Wörter Connected, Autonomous, Shared & Service, sowie Electric. Es scheint daher insgesamt, als hätte Daimler sich hier eine sehr breit angelegte Gesamtstrategie überlegt, die fortan immer weiter verkleinert wird und letztlich in einzelne kleinere, strategische Ziele mündet.

Auch diesen einzelnen vier Wörtern des Akronyms CASE sind nämlich noch weitere Erläuterungen hinzugefügt, die wir uns im Folgenden anschauen werden.

C, A, S und E im Einzelüberblick

So verbirgt sich beispielsweise hinter C wie Connected letztlich noch, dass Komfort, Sicherheit und Unterhaltung eine neue Dimension erreichen sollen. Daimler plant hier ganz konkret, mit seinen technologisch fortschrittlichen Autos Technologien ganz gezielt zu nutzen und für einen Austausch an Informationen zu sorgen, der letztlich höhere Sicherheit garantieren soll. Zudem soll generell die Konnektivität zwischen Technologie und Auto in einem Daimler-Fahrzeug Alltag werden.

Bei A wie Autonomous plant Daimler hingegen, Vorreiter im autonomen Fahren zu werden. Die Stuttgarter möchten hierbei einerseits das Vertrauen zwischen Mensch und Maschine fördern, wobei natürlich auch eine fortschrittliche, autonom fahrende Technologie eine Rolle spielen dürfte. Aber Daimler möchte zudem auch die Autonomie in die Wirtschaftswelt einbringen. Trucks der Marke Daimler sollen so beispielsweise ebenfalls autonom fahren und für einen stetig fließenden Warenverkehr sorgen.

Shared & Service betrifft hingegen die Flexibilität der Fahrer von morgen. Daimler plant hier, ein breites Spektrum an intelligenten Services zu entwickeln. Das soll, so die bisherige Roadmap, natürlich gängige Car-Sharing-Services umfassen. Aber auch andere Services wie Reservierungs-, Park- und Bezahlservices können unter diesem Schlagwort subsumiert werden.

Zu guter Letzt bleibt natürlich noch das E wie Electric übrig. Daimler formuliert hier zunächst ganz konkret, dass nach Meinung des Autobauers die Zukunft der Automobilindustrie definitiv elektrisch sei. Daimler möchte daher die Weichen auf morgen stellen und mit Produkten und Technologien in sämtlichen Sparten punkten können.

So weit also zu den einzelnen Schlagworten. Überlegen wir nun am besten noch, weshalb das für uns als Investoren wichtig ist.

Was man mit all diesen Informationen anfangen kann

Wenn du mich fragst, hat sich Daimler hier definitiv sehr viel Mühe gegeben, seine Zukunftsvisionen detailliert und strukturiert aufzudröseln und den Investoren und Kunden einen Katalog mit Zielen an die Hand gegeben, was hier künftig möglich sein soll. Und genau in diesem Katalog dürfte letztlich auch ein Großteil des Mehrwertes für Investoren liegen.

Bei deinen eigenen privaten Analysen kannst du nämlich nun überlegen, ob Daimler hier deiner Meinung nach die richtigen Weichen für die Zukunft gestellt und die richtigen Ziele formuliert hat. Beziehungsweise, sofern du diese Meinung teilst, Schritt für Schritt überprüfen, ob der Autobauer seinen ambitionierten Worten wirklich Taten folgen lässt.

Im Grunde kann man sich daher einen Großteil der eigenen Mühe sparen, indem man überlegt, was hier in Zukunft wichtig sein dürfte. Das könnte den eigenen Analyseprozess durchaus etwas vereinfachen.

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