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Optimistisch arbeitslos Grundeinkommensexperiment in Finnland beendet: Das sind die ersten Ergebnisse

15.02.2019, 08:26  |  4019   |   |   

Das in Finnland gestartete Pilotepxeriment zum bedingungslosen Grundeinkommen ist beendet worden. Insgesamt 2.000 zufällig ausgewählte arbeitslose Bürger erhielten für ungefähr zwei Jahre ein steuerfreies monatliches Grundeinkommen. Die Ergebnisse wurden nun veröffentlicht.

Der finnische Ministerpräsident Juha Sipilä sorgte 2017 dafür, dass der Staat der Finanzierung eines Grundeinkommensexperiments zustimmte. 2.000 Arbeitslose erhielten für einen Zeitraum von 24 Monate ein steuerfreies, monatlich ausgezahltes Grundeinkommen in Höhe von ungefähr 560 Euro. Der Unterschied zu einem reinen bedingungslosen Grundeinkommen war hierbei jedoch, dass keine sozialversicherungstechnischen Abstriche gemacht wurden. Der Betrag war also reiner Zusatz zu den bisher erhielten Leistungen wie Kinder- oder Krankengeld.

Nun wurde das Experiment ausgewertet. Die Bezieher des Grundeinkommens waren durch den zusätzlichen Geldbetrag zwar nicht deutlich untätiger bei der Arbeitssuche, allerdings auch nicht wirklich erfolgreicher. Durch das Pilotprojekt wurde die Hoffnung gehegt, dass Grundeinkommensempfänger bei der Areitssuche deutlich schneller sein würden als Arbeitslose, die kein zusätzliches Einkommen erhalten. Dem war nicht so. Ein Beschäftigungseffekt sei daher kaum messbar gewesen, berichtet die finnische Sozialversicherung Kela.

Allerdings schien sich das Grundeinkommen positiv auf das Selbstbewusstsein der Empfänger auszuwirken. "Sie hatten weniger Stresssymptome, weniger Konzentrationsschwierigkeiten und weniger gesundheitliche Probleme. Sie sahen die Zukunft und ihre eigenes Vermögen, diese zu gestalten viel optimistischer", erläuterte Minna Ylikännö von der finnischen Versicherungsanstalt.

Die derzeitige Regierung schließt daher eine künftige Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens nicht aus. Ob und wie eine Implementierung stattfindet, stellt sich bei der nächsten Wahl heraus, die bald stattfindet.

Quellen:

AA

T3N

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Kommentare

Es ist auch mir völlig klar, das sich Leute nicht viel mehr bewegen, wenn das grundsätzliche überleben einigermassen komfortabel gesichert ist. Habe das beste Beispiel mit so einem 37 jährigen Loser zu Hause. Der bewegt seinen Arsch auch nur, wenn er in hellen Flammen steht.
Aber damit ist das grundsätzliche Problem unserer Gesellschaft nicht gelöst. Unser Staat hat seit Jahrzehnten versäumt, in ein bedarfsgerechtes Bildungssystem, wie z.B. in Japan, zu investieren. Statt individueller Förderung, nach Talent, wird unseren Kindern beigebracht, den Inhalt der Sonne zu berechnen, oder ihren Namen zu tanzen. Dafür sind sie dann später im Alltag lebensunfähig. Jeder, der es dann noch mit einem 4er Abi schafft, bei irgendeiner Uni in der Pampa ein für BWL Studium angenommen zu werden, wird dann scheitern. Handwerksausbildung, nee, zu profan. Man hat ja schließlich Abi. Dann wird 'vorübergehend' gekellnert, oder Taxi gefahren die nächsten 30 Jahre. Natürlich mit viel Geld auf die Hand, und wenig Beiträgen in die Sozialkassen. Bezahlen tut dann die blöde Solidargemeinschaft, die 45 Jahre und mehr schön brav eingezahlt hat. Viele davon, die auf Grund von prekären Beschäftigungsverhältnissen, dann einen Rentenanspruch unterhalb der Armutsgrenze haben. Den Menschen steht zu erst einmal Hilfe zu, um im Alter menschenwürdig leben zu können. Aber leider sieht die Zukunft nicht viel besser aus. Es werden immer mehr einfache Arbeiten durch Automatisierung ersetzt. Die Ansprüche an zukünftige Arbeitnehmer, erforden immer höhere Qualifikationen, speziell im IT Bereich. Und auch dort wird in den nächsten 20- 30 Jahren, die KI die Arbetsplätze weg rationalisieren. Viele wissen es bereits, einige ahnen es, aber getan wird so gut wie nichts.
Ein überleben der zukünftigen Gesellschaft, wird nur möglich sein, durch Umverteilung des Vermögens von oben nach unten. Solange 5-10% der Weltbevölkerung, über 60% des Geldes auf sich vereinigen, wird sich daran nichts ändern. Aber ich bin " guter Dinge", das die KI das Problem Mensch, in den nächste 100 Jahren gelöst haben wird. Terminator lässt grüßen.
Also das ist doch klar dass ich mich nicht aktiv um die Suche nach Arbeit mache wenn ich Geld für das nichts tun bekomme.

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