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Marktkommentar: Peter Dreide (TBF):  Service: So bekommen Anleger Risiken in den Griff
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Marktkommentar Peter Dreide (TBF): Service: So bekommen Anleger Risiken in den Griff

Nachrichtenquelle: Asset Standard
22.03.2019, 10:00  |  527   |   |   

Risikomanagement ist nicht nur ein Thema für Anlageprofis wie Peter Dreide von TBF Asset Management (Profi-Tipps im Video!). Auch Privatanleger können Risikomanagement betreiben.

Risikomanagement ist nicht nur ein Thema für Anlageprofis wie Peter Dreide von TBF Asset Management (Profi-Tipps im Video!). Auch Privatanleger können Risikomanagement betreiben. Während Profis wie Dreide auf digitale Tools setzen, scheuen sich Privatanleger doch ab und zu noch davor. Wer sich erstmal mit analogen Tools und gesundem Menschenverstand rantasten will, um die Geldanlagen sattelfester zu machen – hier ein paar Erfahrungswerte aus der CXX-Redaktion…

„Wer Geld hat, kann spekulieren. Wer kein Geld hat, muss spekulieren.“ Dieser legendäre Börsenspruch von Investment-Altmeister André Kostolany stimmt, allerdings gibt es einen Bereich zwischen beiden Extremen, in dem man kontrolliert spekulieren muss. Der erste Schritt dies zu tun ist es, sich einen Überblick über das eigene Vermögen zu verschaffen: Girokonten, Sparbücher, Bausparverträge, Fonds, Aktien, Münzen bis hin zur Lebensversicherung oder der selbstgenutzten Immobilie - wer alle Zeitwerte addiert, kennt sein Vermögen. Anschließend sollten Anleger die Sparformen grob in zwei Bereiche unterteilen: Sichere Investments wie Sparkonten, Bausparverträge, Lebensversicherungen und Immobilien und spekulative Investments wie Aktien, Anleihen, Gold oder Fonds. Letztere haben die Eigenschaft, dass ihr Wert stärker schwanken kann.

Je nach persönlicher Ausrichtung kann das Verhältnis zwischen sicheren oder spekulativen Investments ausgeglichen sein oder auch stärker in die eine oder andere Richtung ausschlagen. Wer beispielsweise gerade eine Immobilie erworben hat, hat wahrscheinlich mehr Kapital in sicheren Anlageformen geparkt als jemand, der zur Miete wohnt und intransparente Sparformen wie Lebensversicherungen oder Bausparverträge ablehnt. Wichtig ist es nur, auf diese Weise einen groben Überblick über die eigenen Finanzen zu bekommen. Da die sicheren Anlageformen sowieso kaum im Wert schwanken, sollte sich die weitere Aufmerksamkeit auf den spekulativeren Part der Vermögensplanung richten.

Auf Volatilität und Positionsgröße achten

Auch in diesem Bereich sind die Unterschiede groß: Ein Absolute-Return-Fonds mit Schwerpunkt Anleihen wird weniger stark schwanken, als eine heiße Technologie-Aktie. Um das Depot stabil auszurichten, lohnt sich auch hier Ausgewogenheit. Viele setzen auf eine gesunde Mischung aus konservativen Anlageformen und spekulativeren. Als Faustregeln unter Experten gilt Folgendes: Fonds sind weniger spekulativ als Einzelwerte, Standardwerte, also Aktien großer Unternehmen, sind weniger spekulativ als Nebenwerte und Anleihen sind weniger spekulativ als Aktien. Eine Kennzahl, um das Risiko von Wertpapieren zu messen ist die Volatilität. Volatilität bedeutet Schwankungsbreite. Diese technische Kennzahl ist auf Finanzportalen wie onvista.de für verschiedene Anlageprodukte einsehbar. (Beispiel für die Aktie von BMW) Um das Risiko im Depot solide auszubalancieren, empfehlen Experten Anleger Produkte mit geringer und höherer Volatilität kombinieren. Doch Vorsicht: Volatilitätskennzahlen beziehen sich auf vergangene Kursbewegungen und sind kein Garant, dass ein Wertpapier oder ein Fonds künftig nicht stärker schwankt. Als Orientierung sind sie aber trotzdem hilfreich.

Neben dem Risiko von Anlagen an sich, spielt auch die Positionsgröße eine wichtige Rolle. Nehmen wir einmal an, ein Sparer hat 100.000 Euro auf der hohen Kante. Für das Risiko des gesamten Depots spielt es dann eine bedeutende Rolle, ob er 2.000 Euro in einen spekulativen Nebenwert investiert, oder aber 10.000 Euro. Nebenwerte zeichnen sich häufig durch eine hohe Volatilität aus. Ein Verlust von zwanzig Prozent, der auch kurzfristig immer mal wieder vorkommen kann, entspricht bei einer Positionsgröße von 2.000 Euro einem Gegenwert von 400 Euro. Kein kleiner Betrag, aber trotzdem nur 0,4 Prozent des gesamten Vermögens. Bei einer Positionsgröße von 10.000 Euro entspricht ein Verlust von zwanzig Prozent bereits zwei Prozent des gesamten Ersparten. Das Risiko lässt sich also ganz leicht auch über die Positionsgröße steuern. Anleger, die skeptisch sind, ob ein spekulativer Nebenwert ins Depot passt, sollten das im Hinterkopf behalten und ihre Positionsgröße entsprechend anpassen. Und am besten sich genau hier nochmal von einem Experten individuell beraten lassen. Wie also gelingt Risikomanagement für Privatanleger? Hier kurz und knapp fünf Tipps, die unsere Redaktion als hilfreich ansehen:

  1. Überblick über das Vermögen schaffen. Nur wer weiß, was er hat, kann Risiken in Relation zum Vermögen eingehen. Das ist wichtig.
  2. Streuen kann vorteilhaft sein:  Sie können beispielsweise Kapital über verschiedene Anlageklassen (Aktien, Anleihen, Immobilien…) streuen und achten Sie gemessen am Gesamtdepot auf die oben angesprochenePositionsgrößen. Achten Sie auf die Volatilität. Je niedriger, desto sicherer. Die historische Volatilität ist zwar kein Garant für die Zukunft, kann aber helfen, Anlageinstrumente einzuschätzen.
  3. Überwachen Sie laufende Positionen. Macht eine einzelne Anlage Verlust und übersteigt dieser gemessen am Gesamtdepot einen bestimmten Wert, ist es Zeit einen Experten zu fragen! Diese Verlustschwellen lassen sich individuell bestimmen. Bei Einzelwerten könnte der maximal zulässige Verlust beispielsweise bei zwei Prozent liegen und bei Fonds bei fünf Prozent.

Haben Sie Ihre Depotstruktur im Blick! Ausgehend von der Unterscheidung zwischen sicheren und spekulativeren Anlagen gibt es noch weitere, feinere Abgrenzungen, sei es nach Anlageklassen oder Risikoklassen bekannter Fonds-Ratinggesellschaften, wie etwa Morningstar. Experten raten ab durch,  Impulskäufe die Depotstruktur maßgeblich zu verschieben. Wer jetzt Lust bekommen hat, seine Anlagen nochmal systematisch zu durchleuchten und dabei möglichst einfach und effizient vorgehen will, der sollte sich doch vielleicht die Hilfe technischer Tools ausprobieren. Wie Investment-Profis das Thema Risikomanagement dank digitaler Lösungen angehen, sehen Sie im Video!

Sehen Sie hier das Video "Service: So bekommen Anleger Risiken in den Griff" von Peter Dreide (TBF Asset Management).

 

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