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Franziska Giffey Giffey will Kita-Plätze für alle Flüchtlingskinder

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
09.04.2019, 18:41  |  1700   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat mit scharfer Kritik auf eine Studie reagiert, wonach viele Flüchtlingskinder keinen Kita-Platz finden. "Geflüchtete Kinder müssen so schnell wie möglich mit Gleichaltrigen zusammen die Kita oder Schule besuchen dürfen, unabhängig von Nationalität oder Aufenthaltsstatus", sagte Giffey dem "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe). Ein Kita-Platz sei "das A und O für das Erlernen der Sprache und für das Knüpfen von Freundschaften und Beziehungen – gerade dann, wenn Kinder aus einem anderen Land kommen".

Anlass ist die "Reges"-Studie (Refugees in the German Educational System) im Auftrag des Bundesbildungsministeriums, über die die Zeitung berichtet. Demnach besucht ein Fünftel der vier- bis sechsjährigen Flüchtlingskinder keine Kita. In Sachsen sei es sogar ein Viertel. Der Grund dafür ist nicht, dass ihre Eltern keine Fremdbetreuung wollten - das gelte nur für ein Zehntel der Flüchtlingsfamilien, so die Studie. Zwei Drittel der Eltern geben vielmehr an, sie hätten keinen Kita-Platz gefunden, ein kleiner Teil weiß gar nichts von dieser Möglichkeit. Für die Studie wurden 3.920 Familien mit insgesamt 4.820 Kindern ab vier Jahren befragt, die zum Großteil auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle 2015 nach Deutschland kamen. Die Schaffung von ausreichenden Kitaplätzen und eine gute Ganztagsschulbetreuung – auch für geflüchtete Kinder – "ist in erster Linie Sache der Länder und Kommunen", sagte Giffey dem "Handelsblatt". "Sie sind hier in der Pflicht, ihre Anstrengungen in diesem Bereich zu verstärken. Das ist nicht nur eine Frage von Bildungsgerechtigkeit, sondern auch von gelingender Integration", so die Familienministerin weiter, die den Kita-Ausbau massiv finanziell unterstützt.

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Kommentare

@Vicco, man könnte meinen, die meisten Abgeordneten haben noch nie das Grundgesetz gelesen bzw. die Kommentare dazu
Den Kitas fehlten schon vor der Ankunft der "Versorgungssuchenden" viele Erzieherinnen / Erzieher; für diesen neuen Ansturm reichen die Kräfte erst recht nicht. Also, Frau Giffey, ES GEHT HALT NICHT! Sie können keine Kräfte aus dem Hut zaubern, also was soll das wohlfeile Gerede?

Und übrigens: Es heißt im Grundgesetz immer noch: POLITISCH VERFOLGTE genießen ASYL. Da steht nicht: Menschen, die aus den unterschiedlichsten, aber vor allem Versorgungs-Gründen nach Deutschland einwandern wollen, dürfen das tun und haben ab sofort alle Rechte auf Versorgung wie die hier Lebenden auch.
Wieso ist immer von "Integration" die Rede? Es müsste um einen ZEITLICH BEGRENZTEN Schutz gehen (s.o.).

Im Grunde sind alle, die diese verfehlte Politik betreiben, Gesetzesbrecher. Blöd nur, dass auch die obersten Gerichte inzwischen "auf Linie" gebracht sind.
Für die SPD sind Flüchtlinge wichtiger als "diejenigen die schon länger hier leben". Gilt halt auch für Kinder. Wissen wir längst. Die SPD ist innerlich völlig verrottet. Keiner ausser den Antifaprüglern und den Migrationsschmarotzern wird dieser Partei mit diesem unsäglichen Personal nur eine Träne nachweinen.

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