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WDH/TELEFONICA DEUTSCHLAND IM FOKUS 5G-Auktion bringt Dividende in Gefahr

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
11.04.2019, 18:03  |  985   |   |   

(Wiederholung mit Präzisierung im dritten Absatz: Die meisten Kunden kommen über das Partnergeschäft wie etwa mit 1&1 Drillisch zu O2.)

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Allen Kosteneinsparungen zum Trotz: Aktionäre von Telefonica Deutschland hatten in den vergangenen Jahren nach der Übernahme von E-Plus kaum Freude. Noch kann sich das Unternehmen durch die Kursverluste derzeit fast einer Dividendenrendite von 10 Prozent rühmen - die spanische Konzernmutter Telefonica hält die Ausschüttung schon aus eigenem Interesse hoch. Doch was hilft das, wenn die Umsätze unter Druck sind, unterm Strich weiter Verluste stehen und die künftigen Ausschüttungen wegen einer womöglich teuren Frequenzauktion in Frage stehen? Was bei dem Unternehmen los ist, was Analysten sagen und wie die Aktie sich entwickelt hat.

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DAS IST LOS BEI TELEFONICA:

Derzeit läuft bei der Bundesnetzagentur in Mainz eine Auktion für Frequenzen von 2 bis 3,6 Gigahertz, die für die nächste, sehr viel schnellere Mobilfunkgeneration 5G verwendet werden können. Um die Bedingungen gab es viel Hickhack, zudem droht mit 1&1 Drillisch aus dem United-Internet-Konzern ein vierter Anbieter eigene Lizenzen zu ersteigern. Anfangs war die Hoffnung groß, dass sich Disziplin in den Geboten durchsetzt, doch mittlerweile steht die zu zahlende Gesamtsumme der vier Teilnehmer bei mehr als fünf Milliarden Euro. Wie viel davon die einzelnen Unternehmen bieten, kann sich mit jeder Bieterrunde wieder ändern.

Telefonica steckt ohnehin in einer Zwickmühle. Die meisten Kunden kommen bei der O2-Mutter über das Partnergeschäft wie etwa über die Netzmiete der United-Internet-Tochter 1&1 Drillisch zu den Münchnern. Das begrenzt aber das Wachstumspotenzial, weil das Unternehmen für diese Kunden weniger Umsatz verbucht als für eigene Kunden. Der Netz-Deal mit Drillisch war eine Auflage der EU-Kommission für den milliardenschweren E-Plus-Kauf 2014, um den Wettbewerb insgesamt hoch zu halten. Er führt dazu, dass Telefonica in Deutschland nach wie vor die meisten Mobilfunkkunden hat, beim Umsatz aber hinter den Konkurrenten von der Deutschen Telekom und Vodafone zurücksteht.

Zumindest laufen die Einsparungen im Tagesgeschäft bei Telefonica wie geplant und teilweise sogar besser als von Experten erwartet. Ob sich das auch irgendwann in Gewinnen bei dem Unternehmen niederschlägt, ist aber noch offen. Tatsächlich schreibt das Unternehmen seit der E-Plus-Übernahme nahezu durchgehend rote Zahlen, weil auch die Abschreibungen für den Zukauf weiter hoch sind.

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