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Europa Bayer-Chef will Kulturwandel in Europa

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
14.04.2019, 12:32  |  3047   |   |   
Leverkusen (dts Nachrichtenagentur) - Bayer-Vorstandschef Werner Baumann hat davor gewarnt, Globalisierung und Wettbewerb vor allem als Bedrohung und nicht als Wohlstandsfaktor zu begreifen. "Als Folge der Technologie-Skepsis ist Europa im Begriff, als Innovationsstandort den Anschluss zu verlieren und die technische Entwicklung in vielen Bereichen anderen zu überlassen", schreibt Baumann in einem Gastbeitrag für das "Handelsblatt" (Montagsausgabe). "Machen wir uns nichts vor, die digitale Zukunft wird schon seit Jahren in Kalifornien gemacht. Und auch bei der Künstlichen Intelligenz, dem nächsten großen Schub für die Digitalisierung, wird Europa gerade von den USA und China abgehängt."

Was Europa am meisten brauche, sei ein Kulturwandel, ein Umdenken. Weg von der verzagten Fixierung auf etwaige Risiken, hin zu einer mutigen, zupackenden Kultur der Chancen und der Möglichkeiten. Baumann schließt sich damit der Kritik von Industriechefs an, die in Deutschland und Europa Naivität und einen Mangel an Visionen in Europa beklagen. "China hat eine Vision für seine Zukunft, Amerika hat eine. Aber in Europa wissen wir nicht, wo wir in zehn Jahren sein wollen", sagte etwa der Chef des europäischen Unternehmerverbands Business Europe, Pierre Gattaz, der "Bild am Sonntag". Nach Meinung von Baumann hat sich "in der Europäischen Union mittlerweile eine Haltung breitgemacht, die Zukunft allzu oft eher verhindert als möglich macht". Eine Haltung, die Globalisierung und Wettbewerb nicht als Impulsgeber und Wohlstandsfaktor sehe, sondern als Bedrohung. "Die mehr danach strebt, Erreichtes zu verteidigen, als Neues zu wagen. Eine Haltung, die weniger fragt: Was kann man damit machen? Sondern vor allem: Was kann dabei schiefgehen?", schreibt Baumann.


6 Kommentare

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Kommentare

Ein 'Visionaer', der nicht einmal einfachste Zusammenhaenge am Horizont der eigenen Firma prognostizieren konnte.

Wobei die Sueddeutsche schon vor 2 Jahren unkte, dass das im wesentlichen unter den amerikanischen Grossaktionaeren von Bayer und Monsanto ausgeheckt wurde.
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/monsanto-und-bayer-be…

Haetten die Deutschen noch Eier, wuerde heute ermittelt werden, was damals abgelaufen war.
Die Vision für eines jeden Deutschen in 10 Jahren sollte sein, im

Badezimmer mit einer Klöckner Kuh, eiskaltem

Bier mit Hopfen aus Tschernobyl in einer Wanne voll Glyphosat einen abendlichen Badespass

zu genießen.

Nächste Woche wird Herr Baumann die Deutschen ermahnen sich nichts zu kaufen, was man

sich nicht leisten kann; auch wenn es sich super anhört.
Ganz genau! Erst den Karren in den Dreck fahren, Tausende Mitarbeiter entlassen und dann noch die große Klappe haben und Ratschläge erteilen!
Meine Vision für in 10 Jahren ist „die Erde ist überbevölkert“, egal welche Entwicklung von wem verschlafen wurde.

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