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Ölpreise bei 60 Dollar pro Barrel: Diese Öl-Aktien gehen steil

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
17.05.2019, 11:05  |  619   |   |   

Der US-Öl-Benchmark WTI stand am 20.3. bei 60 USD pro Barrel. Das war der höchste Stand seit vier Monaten und krönte damit ein Comeback für Rohöl, das Anfang des Jahres bei 46 USD pro Barrel stand. Die Erholung ist auf die starke Nachfrage nach Öl sowie die Bemühungen der OPEC und anderer Unternehmen zur Reduzierung der Fördermengen zurückzuführen.

Dieser Stand von 60 USD ist für all jene Produzenten ein Segen, die ins Jahr gestartet sind mit dem Ziel, bei Ständen von 50 USD voranzukommen. Somit sind sie auf dem besten Weg, in diesem Jahr richtig viel Cash reinzuholen – und das dürfte wohl an die Aktionäre zurückgeben werden.

Gut dran bei 45 USD pro Barrel

Marathon Oil (WKN:852789) hat einen der niedrigsten Breakeven-Level, die für den Investitionsplan benötigt werden. Die US-Ölgesellschaft will in den nächsten zwei Jahren genügend Geld bei einem Stand von 45 USD reinholen, um die Dividende zu zahlen und die neuen Bohrungen zu finanzieren. Die werden benötigt, um die Ölproduktion um 10 % pro Jahr zu steigern, wobei da noch genügend Spielraum vorhanden ist. Wegen dieses niedrigen Breakeven scheint Marathon Oil in den nächsten zwei Jahren in Geld zu schwimmen, vorausgesetzt, der Ölpreis bleibt auch bei 60 USD. Laut Angaben des Unternehmens könnte man in diesem Zeitraum mehr als 2,2 Milliarden USD einnehmen. Selbst wenn die Ölpreise auf durchschnittlich 50 USD pro Barrel sinken, hätte Marathon immer noch mehr als 750 Millionen USD Überschuss.

Da das Unternehmen diszipliniert bleiben will und nicht mit steigenden Einnahmen auch gleich mehr ausgibt, hat Marathon erst einmal mit diesem Überschuss nichts vor. Die Bilanz ist bereits erstklassig. Daher wird das Unternehmen den Überschuss voraussichtlich wieder an die Aktionäre zurückgeben, indem es weitere Aktien zurückkauft. Bereits im vergangenen Jahr hat Marathon 700 Millionen USD an Aktien zurückgekauft. Sollten die Rohölprese mitspielen, könnte das auch so weiter gehen.

Bei 46 USD pro Barrel läuft’s rund

Devon Energy (WKN:925345) hat ebenfalls einen extrem niedrigen Breakeven. Dank des Verkaufs von teuren Anlagen und Programmen zur Effizienzsteigerungen kann die Ölgesellschaft schon bei 40 USD pro Barrel genügend Geld scheffeln, um in den nächsten drei Jahren die derzeitige Produktionsrate aufrechtzuerhalten. Inzwischen benötigt man nur noch Ölpreise von 46 USD, um ein zweistelliges Wachstum zu schaffen. In den nächsten drei Jahren können 1,6 Milliarden USD reingeholt werden, wenn die Ölpreise bei durchschnittlich 55 USD pro Barrel stehen. Bei einem Ölpreis von 60 USD würde der Betrag auf 2,3 Milliarden USD steigen.

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