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Bitcoin bricht ein

Gastautor: Daniel Saurenz
01.07.2019, 21:26  |  1990   |   |   

Börse_Zeitung_FinanzmarktNachdem die befürchteten Gewinnmitnahmen beim Bitcoin an der 10.000er-Marke zunächst ausgeblieben sind, wurden vor allem Investoren in den Markt gezwungen, die bisher auf einen Rücksetzer gehofft hatten und nun Angst hatten, die Rally zu verpassen. Das tägliche Volumen sprang zuletzt auf 20 bis 30 Mrd. Dollar. Rege gehandelt wird der Bitcoin auch über das Vontobel-Zertifikat (VL3TBC) sowie auf etoro. Doch weit abseits der 10.000 kam die Gewinnmitnahmewelle dann doch. Und sie reichte bis knapp an 10.000 Dollar.

 

Kurz zu den Eckdaten am Krypto-Markt: Die Korrektur hat Folgen für den Börsenwert, der wieder an der Schwelle von 200 Mrd. Dollar liegt. Seit der Monatsmitte Juni zeigte Bitcoin eine klare Outperformance und somit Relative Stärke gegenüber den Altcoins, die Marktdominanz kletterte auf 60 Prozent. Verlierer sind besonders die zahlreichen sehr kleinen Münzen, aus denen verstärkt Kapital abgezogen wird.

etoro

Schauen wir zur Abwechslung auf die „fundamentale“ Ausgangslage, also die Entwicklung im Netzwerk. Während der Bitcoin-Kursverlauf stark im Fokus steht, werden meist die technischen Kennzahlen vernachlässigt. Die gute Nachricht: Auch hier zeigt der Trend steil aufwärts und untermauert so die Kursentwicklung.

So ist die Zahl der bestätigten Bitcoin-Transaktionen zuletzt ebenfalls kräftig gestiegen. Der Durchschnittswert hat das Rekordhoch von Ende 2017 bereits erreicht – bei deutlich tieferen Kursen. Immerhin steht der Bitcoin noch mehr als 40 Prozent unter seiner Bestmarke.

Quelle: blockchain.com
Quelle: blockchain.com

 

Auch die Rechenleistung des Netzwerks präsentiert sich sehr robust, die sogenannte Hash-Rate liegt bereits auf Rekord. Zugleich sind die Transaktionsgebühren weiterhin auf einem niedrigen Niveau, Skalierungslösungen wie SegWit und das Lightning Network machen sich zunehmend positiv bemerkbar.

Quelle: blockchain.com
Quelle: blockchain.com

 

Die aktuellen technischen Kennzahlen passen somit ins positive Bild. Gewinnmitnahmen und scharfe Rücksetzer sind zwar nur eine Frage der Zeit und wären wünschenswert, um kräftige Übertreibungen zu verhindern. Ein erneuter Krypto-Winter ist aber vorerst nicht mehr in Sicht.

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