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IAA/GESAMT-ROUNDUP 5 Merkel gibt die E-Kanzlerin - VDA-Chef schmeißt hin

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
12.09.2019, 19:10  |  507   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Bundeskanzlerin Angela Merkel(CDU) hat auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) der deutschen Autoindustrie eine enge Zusammenarbeit versprochen. Gemeinsam müsse man die "Herkulesaufgabe" bewältigen, den Verkehrssektor schnell klimafreundlicher zu machen, sagte sie zur offiziellen Eröffnung am Donnerstag in Frankfurt. An ihrer Seite: VDA-Präsident Bernhard Mattes. Für den obersten Branchenlobbyisten war es jedoch die letzte IAA. Denn am Abend des ersten Messetages kündigte er überraschend seinen Rückzug von der Spitze des Verbandes der Automobilindustrie zum Jahresende an.

Mattes werde sich neuen Aufgaben zuwenden, teilte der VDA knapp mit. Zu den Gründen für den Rücktritt wurde zunächst nichts bekannt. Der frühere Ford-Manager ist erst seit März 2018 VDA-Präsident, seine Amtszeit lief eigentlich bis Ende 2020. Der Verband gilt als einer der einflussreichsten Lobbyverbände in Deutschland, die Autobranche mit mehr als 800 000 direkt Beschäftigten als Schlüsselindustrie.

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Zuletzt hatte der "Spiegel" über Kritik an Mattes berichtet. Es gebe "Defizite in der politischen Unterstützung" für die Industrie, hatte das Magazin unter Berufung auf einen hochrangigen Automanager berichtet. Der VDA verkaufe sich unter Wert. Kritiker hielten Mattes vor, er sei nicht eng genug mit den Entscheidungsträgern in Berlin und Brüssel vernetzt. Gerade jetzt, wo die Politik die Klimaziele verschärfe, brauche die Autoindustrie eine stärkere Stimme.

Die Kanzlerin zog am Ende ihres 90-minütigen Messe-Rundgangs mit Besichtigung etlicher Elektroautos, autonom fahrender Shuttle-Busse sowie mit etwas Klimaprotest ein zufriedenes Zwischenfazit: "Ich konnte mich überzeugen, dass wir nicht vor einem Umbruch stehen, sondern dass dieser Umbruch bereits Realität ist."

Nichts ist mehr übrig von der vor zwei Jahren noch deutlich formulierten Kritik an den Dieselschummlern, auch die Vorbehalte gegen die beim Kunden erfolgreichen, aber schweren Stadtgeländewagen macht sich die Kanzlerin nicht zu eigen. Die Greenpeace-Proteste gegen angebliche "Klimakiller" an den Ständen von VW und BMW ignoriert die Kanzlerin, fragt die Autobosse nach Batteriereichweiten und nach den verschiedenen Entwicklungsstufen zum autonomen Fahren.

"Wir können das schaffen, als Deutschland vorne mit dabei zu sein", sagt Merkel. Bis 2022 solle entlang aller Autobahnen der neue Mobilfunkstandard 5G zur Verfügung stehen, und zwei Jahre später auch entlang der Bundesstraßen. Die Technologie ist wichtig für neue digitale Funktionen in den Autos. Für den Erfolg der Elektromobilität sei die Verlässlichkeit der Ladeinfrastruktur von größter Bedeutung, mahnt die Kanzlerin. 20 000 Ladepunkte seien noch lange nicht ausreichend, befindet sie zur Freude der Hersteller.

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