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Seehofer FDP verschärft Kritik an Seehofer

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
15.10.2019, 13:59  |  544   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die FDP-Bundestagsfraktion verschärft in der Debatte über die Gaming-Szene die Kritik an Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und fordert, eine nachhaltige Games-Förderung auf Bundesebene im Bundeshaushalt einzurichten. "Horst Seehofer liegt mit seinem absurden Generalverdacht gegen die Gaming-Szene so krass daneben, dass die Ursachen-Analyse des Anschlages von Halle scheitern muss", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Katja Suding dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Mittwochsausgaben). "Das ist erschreckend und beängstigend", fügte sie hinzu.

"Außerdem ist es ein billiger Versuch, von seiner eigenen Untätigkeit abzulenken", setzte Suding hinzu. "Nicht meine beiden Söhne, die gerne mal Games spielen, und Millionen Gleichgesinnte sind eine Gefahr für die innere Sicherheit, das ist Herr Seehofer inzwischen selbst", sagte sie. "Seehofer muss endlich die tatsächlichen Gefahren bekämpfen", sagte die FDP-Politikerin. In einem Antrag, den die Fraktion in der Fraktionssitzung am Dienstag beschließen will und über den die RND-Zeitungen berichten, fordert die FDP, "die bestehende Förderung der Filmproduktion für Film-, Serien- und Videospieleproduktion zu öffnen und für den Titel 110 Millionen Euro bereitzustellen". Die FDP dringt zudem darauf, den Deutschen Computerspielpreis zu einer Spitzenauszeichnung mit internationalem Leuchtturmcharakter zu machen. Des Weiteren solle die Bundesregierung "den Koalitionsvertrag in dem Punkt, in dem die Anerkennung des E-Sport versprochen wird", umsetzen, so die FDP. Nach dem Terroranschlag von Halle hatte Seehofer mit Äußerungen zu Computerspielplattformen eine Kontroverse in sozialen Medien ausgelöst. "Das Problem ist sehr hoch", hatte Seehofer der ARD gesagt. "Viele von den Tätern oder den potenziellen Tätern kommen aus der Gamerszene." Die FDP-Fraktion wiederum wendet sich nicht nur gegen einen Generalverdacht gegen die Gamerszene, sondern spricht sich auch für mehr Forschung aus. Eine weitergehende Förderung der Forschung und Entwicklung in Bereich Games käme "nicht nur der Spieleindustrie, sondern vielmehr der deutschen Wirtschaft insgesamt zugute", heißt es in dem Antrag. Und weiter: "Aus den Methoden der Spieleentwickler lassen sich insbesondere in Bezug auf Virtual Reality und Künstliche Intelligenz branchenübergreifend viele Erkenntnisse gewinnen."
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1 Kommentare

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Kommentare

Du meine Güte!
Liebe FDP,habt vielen Dank,für diese tiefen Eindrücke,bevor man etwas "fördert" sollte man besser die Welt,in der wir leben verstehen und sich die Unterschiede zur Gaming-Welt einmal ansehen!
In der Welt,in der wir leben,auch auffallend oft "RL" in der Szene genannt,ist Gewalt weniger eine Option,um Probleme zu lösen!
Im Spiel,kommt eine solche Lösung auffallend oft in Betracht!
Da gibt es auffallend oft dann noch,wie selbst-verständlich einen zweiten Weg,nämlich die Ingame-Währung zu erwerben und ein zu setzen,man nennt dies dann "Pay-To-Win" auf jeden Fall,ist man dann in der Lage,tatsächlich "Gottgleich",ganz ähnlich einem Politiker "Gesellschaft" zu gestalten.
Ganz ehrlich gesagt,erscheint mir die Informations-Lage derzeit absurd schlecht,zwar versteht man,dass man nicht alle Infos ungefiltert an die Öffentlichkeit weiter geben will,aber dann,mit so wenig Infos den Moral-Apostel spielen zu wollen,geht dann auch voll in die Hose!
Nach wie vor,wird uns der Film,der Helm-Camera vor-enthalten,und wir haben kein "Gesprochenes Wort" des Täters vernehmen dürfen,stattdessen sahen wir dann Bilder,die einige gut sichtbare AFD-Plakate von einem Balkon aus zeigten,mit dem Täter,der rum-schoss,...ja,hatte er den Helm vorher aufn Balkon abgelegt,oder müssen wir den guten kontakten zur Antifa danken,dass wir ihn überhaupt zu sehen bekamen?
Wenn er die Tat wirklich vorher an kündigte und die Zeit offenbar reichte,um ein "Set" am erwarteten Tatort auf zu bauen,mit entsprechender Deko,dann hat es offenbar wirklich zu lange gedauert,bis die Polizei dann vor Ort war,dies alles,wirft zu viele fragen auf!
Es ist doch extrem ungeschickt,der Bevölkerung nun zu zu muten,über einen "theoretischen Fall" zu sprechen,den jeder mal für seine zwecke missbrauchen darf,wenn man derart mit Fakten geizt!
Ich hoffe doch,ihr seid seiner noch "habhaft",na,dann lasst ihn mal plaudern.

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