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Wirecard oder Fresenius? Diese Chancen bieten die DAX-Aktien jetzt!

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
01.12.2019, 08:22  |  504   |   |   

Ob die Aktien von Wirecard (WKN: 747206) und Fresenius (WKN: 578560) in diesen Tagen als günstig durchgehen oder nicht mag Ansichtssache sein. Was man im Kontext dieser zwei DAX-Konzerne allerdings nicht sagen kann, ist, dass sie über keine grundsätzlich interessante Perspektive verfügen. Beide sind nämlich im Gesundheitsbereich beziehungsweise im Segment des digitalen Bezahlens tätig und verfügen über Geschäftsmodelle, die auch in vielen Jahren prinzipiell noch gefragt sein können.

Nichtsdestoweniger ist die Ausgangslage der beiden DAX-Aktien dabei grundverschieden. Werfen wir in diesem Sinne im Folgenden einen Blick auf die derzeitige Gesamtsituation von Wirecard und Fresenius und überlegen einmal, welche grundsätzlichen Chancen sich hier bieten – und welche Aktie für welchen Investor-Typ interessanter sein könnte.

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Wirecard: Nicht günstig, aber mit gigantischem Wachstum

Eine erste Aktie, die nicht im klassischen Sinne günstig ist, ist zunächst die von Wirecard. Gemessen an den 2018er-Zahlen kam das Papier innerhalb dieses Zeitraums auf einen Gewinn je Aktie in Höhe von 2,81 Euro je Anteilsschein sowie eine Umsatz je Aktie in Höhe von 16,32 Euro. Bei einem derzeitigen Kursniveau von 118,85 Euro (29.11.2019, maßgeblich für alle Kurse) resultiert daraus ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 42,3 sowie ein Kurs-Umsatz-Verhältnis von 7,3. Zugegeben, ein echter Value-Schnapper sieht offenkundig anders aus.

Nichtsdestoweniger sollte Wirecard nicht an seinen bisherigen fundamentalen Kennzahlen gemessen werden, sondern an den Wachstumsaussichten, die der innovative Zahlungsdienstleister besitzt. Bei Wachstumsraten im mittleren zweistelligen Prozentbereich werden schließlich bereits im Zahlenwerk für das aktuelle Geschäftsjahr niedrigere Bewertungsmaßstäbe erreicht werden können. Langfristig könnte Wirecard somit in seine Bewertung hineinwachsen, ja sogar vergleichsweise preiswert werden.

Bei anvisierten 2025er-Umsätzen in Höhe von 12 Milliarden Euro würde das Kurs-Umsatz-Verhältnis schließlich gerade einmal auf das 1,25-Fache sinken und entsprechend ist eine solche Perspektive wohl auch der Vergleichswert, der hier eingepreist wird. Oder eben die Vorschusslorbeeren, die hier noch immer verteilt werden.

Nichtsdestoweniger existiert bei Wirecard gegenwärtig trotz der spannenden Aussichten ein hohes Risiko. Die Financial Times rügt schließlich seit rund einem Dreivierteljahr, dass es Unregelmäßigkeiten in der Bilanz des DAX-Konzerns gäbe. Bislang konnten hierfür noch keinerlei Beweise eingereicht werden, allerdings steht bei derartigen Vorwürfen natürlich der Ruf des Managements und des Unternehmens auf dem Spiel. Für einen DAX-Konzern, der mit Zahlungen hantiert, dürfte das ein toxischer Cocktail sein, der ein Vertrauensproblem auslöst, zumindest falls sich diese Vorwürfe bewahrheiten.

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