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Deutschland Schuster wirft Justiz "Sehschwäche auf dem rechten Auge" vor

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
13.12.2019, 18:47  |  995   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, wirft der Justiz in Deutschland vor, antisemitische Straftaten nicht ausreichend zu verfolgen. Er sehe bei der Justiz ein "ganz erhebliches Defizit" in der Bekämpfung von Antisemitismus, sagte Schuster dem "Spiegel". "Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass auf dem rechten Auge bei der Justiz eine Sehschwäche vorliegt", so Schuster.

Bei antisemitischen Straftaten scheine die Justiz mitunter "geradezu strafmildernde Gründe zu suchen". Der Anschlag auf die Synagoge in Halle zeige, "dass Rechtsextreme bereit sind zu morden", so der Zentralratspräsident. Trotzdem werde das Klima auch durch importierten arabischen Antisemitismus vergiftet. Schuster spricht sich dafür aus, straffällig gewordene Ausländer aus der Bundesrepublik auszuweisen. "Die Grundsätze unseres demokratischen Zusammenlebens müssen für alle gelten", sagte er. Dazu gehöre neben der Ablehnung von Antisemitismus genauso die Gleichberechtigung von Mann und Frau oder die Akzeptanz unterschiedlicher sexueller Ausrichtungen. "Wer nicht bereit ist, diese Basics anzuerkennen, und straffällig wird, der verwirkt in meinen Augen sein Aufenthaltsrecht in Deutschland." Der Zentralratspräsident lobt den Einsatz von Bundeskanzlerin Angela Merkel für jüdisches Leben in Deutschland. Die Kanzlerin setze sich "deutlich für jüdisches Leben ein". Als 2012 darüber diskutiert worden sei, religiöse Beschneidungen zu verbieten, habe die Kanzlerin das Beschneidungsgesetz vorangetrieben und damit dafür gesorgt, "dass jüdisches Leben in Deutschland weiterhin uneingeschränkt möglich ist".

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3 Kommentare

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Kommentare

Unter dem Bewertungsmaßstab des Herrn Schuster, dass die Justiz eine diagnostizierte "Sehschwäche" auf dem rechten Auge hat, müsste der seriöse und kompetente Mediziner in gleichem Atemzug attestieren, dass das linke Auge schon vor geraumer Zeit vollumfänglich amputiert wurde.

Wer hat beim G20 Gipfel nochmal gleich ganze Stadtteile verwüstet und in Schutt und Asche gelegt? Was ist passiert?

Wenigstens spricht Schuster an, worauf die steigenden Antisemitismuszahlen größtenteils zurückzuführen sind. Aber anstelle der Entstehungsursache entgegenzuwirken und sich der bitteren Realität und Erkenntnis zu stellen, wird hierzulande medial und politisch lieber versucht, die Kollateralschäden einer ausufernden und unkontrollierten Flüchtlingspolitik ausschließlich dem rechten Spektrum und somit dem politischen "Gegner" anzudichten.

Ich glaube man muss kein Prophet sein um zu erkennen, dass sich so lange kein offener und schonungsloser Umgang mit den Fakten möglich ist, auch nichts grundlegend an den Problemen ändern kann.

Es ist ja fast ein bisschen wie beim 5 Phasen Modell der Psychiaterin Elisabeth Kübler-Ross in welchem einige einfach Phase 1 nicht verlassen können und wollen:
Phase 1: Das Leugnen
Phase 2: Der Zorn
Phase 3: Das Verhandeln
Phase 4: Die Depression
Phase 5: Die Akzeptanz

Geht man nach diesem Modell, hätten die Wutbürger schon Phase 2 erreicht während Presse und Politik noch in Phase 1 feststecken.
Schuster hat Recht. Er muss Recht haben.
Wenn er nicht Recht hätte, würde ihm jemand widersprechen.
Ihm widerspricht aber niemand. Weil Schuster Recht hat. Immer, egal was er sagt.

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