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WTI Öl kaufen und Geld verdienen

Gastautor: Daniel Saurenz
21.04.2020, 14:24  |  4750   |   |   

Öl_Rohstoffe_FotoliaAm Abend kommt man aus dem Staunen kaum heraus. Der Ölpreis fällt ins Negative und notiert im Tief bei -45 Dollar. Zumindest wenn man auf den auslaufenden Mai-Kontrakt schaut. Juni notiert noch über 21 Dollar. Wir ordnen die Entwicklung für Sie ein. Hier können Sie unseren Dienst testen. 
Liebe Leser,
heute gibt es einen primären Job für uns – Euch vor falschen Investments bei Öl zu schützen. Denn wenn Ihr Geld unnötig verlieren würdet, wäre das einfach Mist. Das wollen wir ausschließen und Daniel erklärt im Video nochmals die Rolle und vor allem die Spezifität bei Öl im aktuellen Umfeld. Alle Profis hören weg, alle anderen denken daran, dass man einen Audi A6 Diesel jetzt nicht zu 99 Cent volltanken kann und nochmal 100 Füllungen zum gleichen Preis einbuchen kann. So einfach ist es nicht und so beginnt die Erklärung zum Future-Markt…
viel Spaß und wenn Ihr Fragen habt – mailt uns. Gibt keine dummen Fragen, wir helfen Euch da weiter, keine Sorge…
vg Euer TEAM FR
Research der Commerzbank:

Der WTI-Ölpreis fällt heute Morgen um rund 20% unter 14,5 USD je Barrel. Noch am Freitagmorgen notierte der morgen auslaufende Mai-Terminkontrakt bei 20 USD je Barrel. Der optisch günstige Ölpreis sorgt bei vielen, insbesondere Kleinanlegern, für Verwirrung, wobei diese in der Hoffnung auf steigende Preise nun massiv Anteile an börsennotierten Öl-ETFs kaufen. Die vom Bloomberg ermittelten Netto-Long-Positionen der Öl-ETFs liegen mit 550 Tsd. Kontrakten à 1.000 Barrel so hoch wie nie zuvor. Offensichtlich haben viele Anleger nach vielen Jahren immer noch nicht begriffen, dass man im Gegensatz zu Aktien kein physisches Öl kauft, sondern lediglich einzelne Futures, die dann immer wieder (meist monatlich) rolliert werden. Vom “Preisanstieg” bei WTI nach dem Kontraktwechsel am Mittwoch, werden die Anleger, die auf steigende Preise setzen, überhaupt nicht profitieren, da der darauffolgende Juni-Kontrakt bei rund 24 USD je Barrel notiert. Die Contango-Konstellation am Terminmarkt, d.h. eine aufsteigende Terminkurve, erklärt zum größten Teil die massiven Unterschiede in der Entwicklung des Ölpreises und der Öl-ETFs in den vergangenen Jahren. Aber auch die Großanleger haben sich zuletzt von der Entscheidung der OPEC+ und optisch historisch günstigen Preisen beirren lassen und ihre Netto-Long-Positionen sowohl bei WTI als auch bei Brent wie schon in der Woche zuvor erhöht.

Diese Woche dürfte in Texas eine Entscheidung über koordinierte Produktionskürzungen fallen. Den einzigen Nutzen dieser Regelung sehen wir darin, dass sich die Produzenten bei Nicht-Erfüllung ihrer Verpflichtungen womöglich auf “Höhere Gewalt” berufen können. Die Produktion dürfte dessen ungeachtet demnächst ohnehin stark zurückgehen. Die Anzahl aktiver Ölbohrungen ist in der Vorwoche laut Baker Hughes erneut um 66 gefallen und liegt mit 438 auf dem niedrigsten Stand seit Oktober 2016 bzw. nur noch halb so hoch wie Anfang 2019. Bis zum Tief im Mai 2016 fehlen nur noch 122 eingestellte Bohrungen.

Grafik des Tages

Chart 1 – Kleinanleger setzen massiv auf steigende Ölpreise
Öl-ETF-Positionen in Tsd. Kontrakten à 1.000 Barrel WTI
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Quelle: Bloomberg, Commerzbank Research
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WTI Öl kaufen und Geld verdienen Am Abend kommt man aus dem Staunen kaum heraus. Der Ölpreis fällt ins Negative und notiert im Tief bei -45 Dollar. Zumindest wenn man auf den auslaufenden Mai-Kontrakt schaut. Juni notiert noch über 21 Dollar. Wir ordnen die Entwicklung für Sie …

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