dpa-AFX-Überblick UNTERNEHMEN vom 02.06.2020 - 15.15 Uhr

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
02.06.2020, 15:20  |  264   |   |   

ROUNDUP: Lufthansa-Rettung nimmt wichtige Hürden - Aktie legt zu

FRANKFURT - Die Lufthansa hat auf dem Weg zu ihrer Rettung durch den Staat über Pfingsten wichtige Hürden genommen. Nach Vorstand und Aufsichtsrat müssen am 25. Juni aber noch die Aktionäre dem neun Milliarden Euro schweren Hilfspaket und den Auflagen der EU-Kommission zustimmen. Auch die förmliche Genehmigung durch die Brüsseler Wettbewerbshüter steht noch aus. Wenn die Lufthansa an diesem Mittwoch ihre Zahlen für das erste Quartal vorlegt, dürfte es vor allem darum gehen, wie lange das Geld in der Kasse noch ausreicht - und wie viele Jobs im Konzern der Krise zum Opfer fallen werden.

Pilotengewerkschaft: Rettungspaket für Lufthansa 'alternativlos'

FRANKFURT - Nach der Einigung auf ein Rettungspaket für die Lufthansa wirbt die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) bei den Aktionären der Fluggesellschaft um Zustimmung. "Für die Lufthansa ist der eingeschlagene Weg alternativlos", erklärte VC-Präsident Markus Wahl am Dienstag. "Die nun gefundene Einigung ist ein schwerer, aber tragbarer Kompromiss. Ein Schutzschirmverfahren wäre mit unkalkulierbaren Risiken für alle Stakeholder verbunden gewesen. Die Aktionäre sollten den Entschlüssen von Vorstand und Aufsichtsrat folgen und den Maßnahmen zustimmen, damit die verbleibenden Unsicherheiten beendet werden."

ROUNDUP 2: VW unterliegt in 'Dieselgate'-Streit vor US-Berufungsgericht

ANCHORAGE - Volkswagen muss in der "Dieselgate"-Affäre weitere empfindliche Bußgelder in den USA fürchten. Ein Berufungsgericht entschied am Montag (Ortszeit), dass trotz bereits geschlossener Vergleiche zusätzliche Strafen zweier Bezirke der Bundesstaaten Florida und Utah zulässig seien. Obwohl VW wegen Dieselautos mit manipulierter Abgastechnik bereits für Verstöße gegen das landesweite US-Luftreinhaltegesetz "Clean Air Act" zur Rechenschaft gezogen wurde, dürfen regionale Behörden demnach weiter Sanktionen verhängen. Das könnte die Tür für erneute hohe Strafzahlungen öffnen.

ROUNDUP: Erstes US-Glyphosat-Urteil gegen Bayer wird in Berufung verhandelt

SAN FRANCISCO - Zahlreiche US-Klagen wegen angeblicher Krebsrisiken von Unkrautvernichtern mit dem Wirkstoff Glyphosat haben Bayer in eine schwere Krise gebracht. Der Leverkusener Agrarchemie- und Pharmariese weist die Vorwürfe indes zurück und hat die bisherigen Urteile angefochten. Der Rechtsstreit, mit dem das Debakel für den Konzern begann, geht nun in die nächste Runde: Die erste Anhörung vor dem Berufungsgericht findet am Dienstag (18:00 Uhr MESZ) in San Francisco statt. Bayer will den im ersten Glyphosat-Verfahren in den USA erlittenen Schuldspruch dort aufheben lassen. Doch selbst wenn dies gelingen sollte - es gibt etliche weitere US-Klagen.

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