SIEMENS ENERGY IM FOKUS Börsenneuling mit Ambitionen

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
20.11.2020, 08:35  |  340   |   |   

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Milliardenverluste, keine Dividende: Die erste Bilanz von Börsenneuling Siemens Energy ist mager ausgefallen. Noch schleppt der jüngste Siemens-Ableger viele Altlasten mit sich herum. Diese will Konzernchef Christian Bruch in den nächsten Jahren ausmerzen. Analysten sind zuversichtlich, dass dies gelingen kann. Als nächster Schritt winkt im Dezember der Aufstieg in den MDax. Was beim Unternehmen los ist, was Analysten sagen und was die Aktie macht.

DIE LAGE BEI SIEMENS ENERGY:

Für Unternehmenschef Bruch hat mit der Börsennotierung von Siemens Energy Ende September ein neues Kapitel begonnen. Mit der Selbstständigkeit des neuen Unternehmens gewinnt das Management die nötige Beinfreiheit für seine Weiterentwicklung abseits des großen Siemens-Reichs. Dabei ist Siemens Energy derzeit ein recht sperriges Konstrukt: Auf der einen Seite steht die ehemalige Siemens-Sparte Gas and Power, in der sowohl Technologien zur fossilen Energieerzeugung wie auch zur Stromübertragung gebündelt sind. Auf der anderen Seite gab Siemens seinen 67-prozentigen Anteil an dem ebenfalls börsennotierten Windanlagenbauer Siemens Gamesa mit, der in Spanien sitzt.

Mit beiden Geschäften ist Siemens in den vergangenen Jahren nicht wirklich glücklich geworden. Beim einst so ertragreichen Kraftwerksgeschäft schwand die Nachfrage insbesondere nach großen Gasturbinen drastisch, die Profitabilität schmolz dahin. Mit einem harten Sanierungsprogramm und dem Abbau tausender Stellen hielt Siemens dagegen.

Siemens Gamesa, das aus der Fusion des Siemens-Windanlagengeschäft mit dem spanischen Konkurrenten Gamesa hervorging, bekam kurz nach Gründung das Abflauen des Windanlagen-Booms in Europa sowie den nahezu vollständigen Zusammenbruch des Geschäfts mit Landanlagen (Onshore) in Deutschland zu spüren. Nachdem die Regierungen ihre Fördersysteme auf Auktionen umstellten, sah sich die Windbranche einem massiven Preisdruck ausgesetzt. Zudem kämpft Gamesa mit hausgemachten Problemen im Onshoregeschäft. Dazu beherrschten lange Zeit Animositäten zwischen den Deutschen und dem spanischen Anteilseigner Iberdrola das Bild, den Siemens schlussendlich aus dem Unternehmen herauskaufte.

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